Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager in Aschen

2000 Meter Lichterkette beleuchten „neuen Ortsteil“

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Das Zeltdorf aus der Luft betrachtet. Das Bauhof Team hat lange Lichterketten aufgehängt und viele Leitungen verlegt, um eine aufregende Woche zu ermöglichen.

Aschen - Von Katharina Schmidt. Die Einwohnerzahl von Aschen hat sich verdoppelt – zumindest vorübergehend. 1355 Jugendliche und 466 Betreuer haben in dem Diepholzer Ortsteil am Wochenende ihre Quartiere beim 37. Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager aufgeschlagen. Bis Sonnabend, 2. Juli, tauschen sie ihren Alltag gegen das Lagerleben.

Die Teilnehmer gehören 55 verschiedenen Jugendfeuerwehren an. Drei der Gruppen sind aus anderen Landkreisen angereist: Goldenstedt, Bremen-Seehausen und Schortens (Friesland).

Domizil für 2000 Menschen in drei Wochen erschaffen

Das Zeltlager ist das größte seiner Art in ganz Niedersachsen. Dementsprechend enorm ist auch der damit verbundene Aufwand. Die rund 40 ehrenamtlichen Helfer des Zeltlager-Bauhofs – nur ein Bruchteil der gesamten Helferschar – haben zum Beispiel zwei Kilometer Lichterkette an Masten montiert, damit niemand im Dunkeln über das Gelände irren muss. Unter der Erde liegen außerdem jeweils knapp 1500 Meter Wasser- und Abwasserrohre. Hinzu kommen Stromleitungen, um die Verkaufsbuden zu versorgen.

1 821 Jugendliche und Betreuer haben ihre Zelte in Aschen aufgeschlagen. Zur offiziellen Eröffnung des Zeltlagers reihten sie sich auf dem Wettkampfplatz auf.

All das ist laut dem Bauhof-Chef Cord Buck in nur wenigen Tagen entstanden. „Angefangen haben wir Anfang Juni“, erinnert er sich. In der letzten Woche vor Beginn des Zeltlagers hätten die Helfer dann jeden Tag angepackt, um aus dem Nichts ein Domizil für knapp 2000 Lagerteilnehmer zu zaubern. Mit Erfolg: „Es hat alles gut geklappt“, so Buck. Normalerweise arbeitet er als Architekt und engagiert sich in Aschen als Gruppenführer.

Während des Zeltlagers ist alles ein bisschen anders. Das Lagergelände wirkt fast so, als hätte Aschen einen Ortsteil dazugewonnen – diesen Eindruck teilten auch Gäste aus Politik und Verwaltung bei der Eröffnung des Zeltlagers am Sonnabend.

Bauhof-Chef Cord Buck und seine Tochter Mathilda zeigen, wo ein Teil des Wassers für das Zeltlager herkommt.

Die 508 Mädchen und 847 Jungen sowie ihre Betreuer waren um 17 Uhr angetreten. Es war eine kurze Eröffnung ohne Überraschungen – eine willkommende Abwechslung. Rückblick: Die Eröffnung des vorherigen Zeltlagers in Borstel musste aufgrund eines Unwetters verschoben werden. Grußworte sprachen unter anderem der Diepholzer Bürgermeister Dr. Thomas Schulze, der stellvertretende Landrat Volker Meyer, Kreisjugendfeuerwehrwart Lars Genthe, Kreisbrandmeister Michael Wessels und Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig. Aschens Ortsbrandmeister Stefan Göbberd verglich die dreijährigen Vorbereitungen für das Zeltlager mit einem Triathlon. Stets habe es neue Aufgaben zu bewältigen gegeben.

Umso schöner dürfte es für viele Helfer gewesen sein, als es hieß: „Nu’ ist Zeltlager!

Wettkämpfe beim Zeltlager der Jugendfeuerwehren

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