Kreismusikschule bringt in einem neuen Projekt „Alle Kinder an die Instrumente!“/Kreissparkassen fördern Ankauf mit 27000 Euro

Dicke Backen und strahlender Blick: Plötzlich Trompeter

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Mit Feuereifer bei der Sache: Die Erstklässler an der Grundschule Barnstorf profitieren vom neuen Projekt der Kreismusikschule. Darüber freuen sich (v.l.) Kreismusikschuldirektor Uwe Wegert, Michael Espelage (Kreissparkasse Diepholz), Schulleiterin Inge Beimel, Ralf Warneke (Kreissparkasse Syke) und Musikschullehrer Jörg Raming, der mit den Kindern arbeitet.

Barnstorf - Von Anke Seidel. Und plötzlich sind sie Trompeter: Freudestrahlend halten die Erstklässler an der Grundschule Barnstorf das glänzende Instrument in den Händen – und machen eifrig dicke Backen, als Musikschullehrer Jörg Raming sie spielerisch dazu auffordert.

Nein, den Jungen und Mädchen geht bei ihrem ersten kräftigen Trompetenstoß nicht so schnell die Puste aus. Aber der eine oder andere rote Kopf verrät doch die Anstrengung, mit der sich die Schüler ins Zeug legen.

„Alle Kinder an die Instrumente!“ lautet der Titel des Projektes, von dem die Erstklässler profitieren. Aufgelegt hat es die Kreismusikschule mit ihrem Direktor Uwe Wegert. Ziel ist es, alle Erstklässler an den bisher fünf beteiligten Grundschulen systematisch mit verschiedenen Instrumenten vertraut zu machen – und ausnahmslos allen die Chance zu geben, ihre Liebe zur Musik und einem bestimmten Instrument zu entdecken. Trompete, Gitarre, Violine und Blockflöte: Alle vier Instrumente werden alle Erstklässler der Grundschule Barnstorf am Ende des Schuljahres kennen. Denn über das Schuljahr verteilt erhalten sie jeweils vier Stunden „Orientierungsunterricht“ an jedem der Instrumente – insgesamt also 16 Stunden.

Das gilt genauso für die Erstklässler der Grundschulen in Heiligenrode und Leeste sowie zwei weiteren in Diepholz (Grundschule Hindenburgstraße und Mühlenkampschule), die ebenfalls an dem Projekt beteiligt sind – wobei die Auswahl der Instrumente dort variieren kann. Das hängt entscheidend davon ab, welche Musikschullehrer für welche Zeiträume verfügbar sind.

Sage und schreibe 270 Instrumente hat die Kreismusikschule für dieses Projekt neu angeschafft: Jeweils 60 Trompeten, Gitarren und Blockflöten sowie jeweils 30 Violinen, Querflöten und Klarinetten. 18000 Euro hat die Kreissparkasse Syke und 9000 Euro die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz für den Kauf dieser Instrumente gestiftet. Zum Einsatz kommen außerdem eigene Instrumente der Kreismusikschule. Deshalb gehört auch Percussion zum Orientierungsunterricht.

Auch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie die Grundschulen würden sich, ebenso wie die Kreismusikschule, an den Unterrichtskosten beteiligen, sagt Uwe Wegert: „Für die Erstklässler ist das Angebot kostenlos.“

Sie alle – also auch Jungen und Mädchen aus benachteiligten Familien sowie Flüchtlingskinder – würden von dem Orientierungsunterricht profitieren. Uwe Wegert spricht von einem „Testjahr“, in dem die Kreismusikschule mit ihren Lehrkräften und Partnern an den Schulen Erfahrungen sammeln will. Ziel ist es, das Angebot auf weitere Grundschulen im Landkreis auszuweiten. „Wer Interesse hat, sollte sich einfach melden“, bietet Wegert an.

Inge Beimel, Leiterin der Barnstorfer Grundschule, ist begeistert von Orientierungsunterricht für ihre jüngsten Schützlinge an vier Instrumenten: „Das ist eine tolle Sache für uns. Denn an Grundschulen unterrichten in der Regel keine speziell ausgebildeten Musiklehrer.“ Genau solche Fachkräfte schickt die Kreismusikschule den beteiligten Grundschulen ins Haus – wie Jörg Raming. Spielerisch begrüßt er die Erstklässler-Gruppe, um den Jungen und Mädchen dann in einfachen Worten die Funktionsweise einer Trompete zu erklären. Vor allem natürlich, wie man das Blechblasinstrument richtig hält, was es mit den „Knöpfen“ auf sich hat – und wie man damit Töne erzeugt. Die schallende Resonanz beweist: Die Kinder haben den Bogen ganz schnell raus.

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