Kostenloser Strom – nicht nur für „e-up“-Besitzer

Einmal volltanken, bitte: Bürgermeister Frank Lemmermann (l.) und Autohaus-Brandt-Geschäftsführer Günter von Ahsen mit Stecker und neuem VW „e-up“. ·
+
Einmal volltanken, bitte: Bürgermeister Frank Lemmermann (l.) und Autohaus-Brandt-Geschäftsführer Günter von Ahsen mit Stecker und neuem VW „e-up“. ·

Weyhe - Von Philipp Köster. „Ein geiles Gefühl. Der zieht richtig an und schnurrt dabei.“ Günter von Ahsen, Geschäftsführer des Autohauses Brandt in Kirchweyhe gerät ins Schwärmen, wenn er von seinem Fahrerlebnis im neuen „e-up“ von Volkswagen berichtet. Der Wolfsburger Autokonzern ist nun auch auf den Zug der Elektromobilität aufgesprungen.

Drei Bestellungen haben von Ahsen und sein Team schon entgegengenommen. 26 900 Euro kostet der 82-PS-starke Kleinwagen. Die Benzinvariante ist für deutlich weniger als die Hälfte zu haben. Elektroautos sind nach wie vor sehr teuer. Doch der Geschäftsführer ist davon überzeugt, dass sich dieser Antrieb über kurz oder lang durchsetzen wird. Im kommenden Jahr soll der e-Golf auf den Markt kommen. „Das geht jetzt los.“ VW steige spät ein, dafür aber gewaltig.

Das Bedeutsame für die Gemeinde Weyhe und die Region ist aber nicht unbedingt die Einführung eines Elektromobils auch der niedersächsischen Autobauer, sondern die Tatsache, dass das Autohaus gleich drei Zapfsäulen für Strom installiert hat. Zwei Ladestationen namens Wall-Box der Firma Bosch befinden sich an der Außenfassade, eine in der Präsentationshalle, „damit die E-Autos, die wir vorstellen, immer Energie haben“, sagt von Ahsen.

An die beiden Stecker draußen können fortan nicht nur die Besitzer der bereits verkauften „e-ups“ ihre Fahrzeuge anschließen. Die Zapfsäulen dürfen auch Eigentümer anderer Elektromobile nutzen – und zwar kostenlos, sagt Günter von Ahsen.

Allerdings handelt es sich nicht um eine Schnellladestation. Das Elektroauto mit frischer Energie aufzutanken, dauert bis zu sechs Stunden. „Es kommt aber niemand mit leerer Batterie, das ist auch viel zu riskant, es gibt ja keinen Reservekanister“, sagt Günter von Ahsen und schätzt, dass die Autos immer noch 80 Prozent ihrer Kapazität besäßen, ehe sie wieder aufgeladen würden. Ähnliches hat auch der VW-Konzern in einer Studie ermittelt: 78 Prozent der Fahrten seien unter einer Entfernung von 50 Kilometern, der „e-up“ hat eine Reichweite von 160 Kilometern. Also kein Grund zur Bange. Den Lithium-Ionen-Batterien schadeten häufige Ladevorgänge auch nicht.

Bürgermeister Frank Lemmermann würdigt die Installation der Säulen als „in die Praxis umgesetzte Energiewende“.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Was Sie zu Berufskrankheiten wissen müssen

Was Sie zu Berufskrankheiten wissen müssen

Wie werde ich Winzer/in?

Wie werde ich Winzer/in?

Grüne rücken erstmals an die Spitze großer NRW-Städte

Grüne rücken erstmals an die Spitze großer NRW-Städte

Wie das Reisen immer schneller wurde

Wie das Reisen immer schneller wurde

Meistgelesene Artikel

„Die Spielersperren sind ein Witz“

„Die Spielersperren sind ein Witz“

„Die Spielersperren sind ein Witz“
Enttäuschende Corona-Test-Situation: „Vom Gesundheitsamt alleingelassen“

Enttäuschende Corona-Test-Situation: „Vom Gesundheitsamt alleingelassen“

Enttäuschende Corona-Test-Situation: „Vom Gesundheitsamt alleingelassen“
Alternativensuche für Kita-Anbau

Alternativensuche für Kita-Anbau

Alternativensuche für Kita-Anbau
Edeka in Barrien: Vorbereitende Arbeiten starten spätestens in vier Wochen

Edeka in Barrien: Vorbereitende Arbeiten starten spätestens in vier Wochen

Edeka in Barrien: Vorbereitende Arbeiten starten spätestens in vier Wochen

Kommentare