70 Frauen aus dem Kirchenkreis Syke-Hoya bereiten Weltgebetstag vor

Koran, Kuchen und Kaffee

Elisabeth Früchtenicht (v.l.), Helga Hinrichs-Kelm, Gertraut Bolte, Karin Müller, Brigitte Poppe und Ursula Dahlmann bei der Vorbereitung des Weltgebetstages. ·
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Elisabeth Früchtenicht (v.l.), Helga Hinrichs-Kelm, Gertraut Bolte, Karin Müller, Brigitte Poppe und Ursula Dahlmann bei der Vorbereitung des Weltgebetstages. ·

Syke - Von Katrin PliszkaDer Koran liegt auf einem kleinen Podest, um den Boden nicht zu berühren. Den Boden bedeckt eine Landkarte, daneben steht eine goldglänzende Buddha-Figur auf der Decke aus dunkelblauem Samt. „Der Koran darf nicht auf dem Boden liegen“, erklärt Elisabeth Früchtenicht vom Kirchenkreis Syke-Hoya. Es ist ein Detail, aber es sagt alles, um was es an diesem Tag geht: Sich auf andere Menschen einlassen und die Welt aus ihrem Blickwinkel betrachten.

Elisabeth Früchtenicht ist beim Kirchenkreis für die Frauenarbeit zuständig. Rund 70 Frauen sind gestern ihrer Einladung gefolgt und haben sich im Gemeindehaus der Christuskirche auf den Weltgebetstag am 3. März vorbereitet. Jedes Jahr laden dazu Frauen aus einem Land alle anderen Frauen der Welt ein – egal, welche Konfession sie haben. Am 3. März werden zeitgleich in 170 Nationen Christen einen Gottesdienst feiern und sich dabei auf ihr Gastland Malaysia einlassen. In der Hachestadt sind gestern etwa 70 Frauen aus dem Kirchenkreis Syke-Hoya im Gemeindehaus der Christuskirche zusammengekommen, um sich auf den Gottesdienst vorzubereiten. Überschrieben ist der Tag mit dem Gedanken „Steht auf für Gerechtigkeit“. Die Frauen aus Malaysia laden dazu ein, über Situationen nachzudenken, „die wir selbst kennen“.

Diese Leitgedanken motivieren Helga Hinrichs-Kelm jedes Jahr aufs Neue, sich am Weltgebetstag zu beteiligen. Seit wann sie dabei ist, kann die Barrierin selbst gar nicht mehr sagen. Sie schätzt „seit Ende der 90er-Jahre“. Sie und viele andere Frauen aus dem Landkreis sind seit zig Jahren dabei. Warum eigentlich?

Sie begeistere die bunte Mischung aus Liedern, Informationen und dem Flair des Gastgeber-Landes. „Man nimmt eine Menge mit“, stellt Hinrichs-Kelm fest. Auch die Organisatorin des Nachmittags, Elisabeth Früchtenicht, Beauftragte für Frauenarbeit im Kirchenkreis, stimmt dem zu.

Ursula Dahlmann aus Weyhe ist Ehrenamtliche aus Überzeugung: „Als ich angefangen habe, als junge Frau, die im Beruf steht, war es mir wichtig, dass es so etwas gibt“, betont sie mit Blick auf die Vorbereitungstreffen und den Weltgebetstag selbst. „Eine Menge Fahrerei, aber das Zusammensein und die Vertrautheit ist für mich toll“, sagt sie. Ihre Sitznachbarinnen Karin Müller aus Heiligenloh und Gertraut Bolte aus Twistringen gehören quasi mit zum Inventar der Vorbereitungstreffen. Für sie sei die persönliche Ansprache der Frauen ein wichtiger Punkt, damit sie später dabeibleiben.

Eine andere Facette zieht Brigitte Poppe aus Seckenhausen seit 1987 in ihren Bann: Es ist die Musik, die in jedem Jahr das Flair des Gastlandes in den heimischen Kirchen greifbar macht. Poppe greift als Organistin in die Tasten und hat Freude daran, auf diese Weise „Leute zu motivieren“. Die Frauen hoffen, dass in diesem Jahr zahlreiche Christen am 3. März in aller Welt an die Frauen in Malaysia denken und mit ihrem Gottesdienstbesuch ein Zeichen setzen.

http://www.weltgebetstag.de

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