Feuerwehrstandort: Verwaltung und Feuerwehr sind sich einig / Politik nicht

Kopf an Kopf: Hallenbad oder RWG

Behrens mit einem Feuerwehrmodell am Hallenbad: links das Bad, rechts die Feuerwehr Richtung Tennisplatz.

Syke - (vog) n Die Verwaltung und die Feuerwehr sind sich einig, die Politik nicht. Wo also kommt es hin, das neue Feuerwehrgerätehaus?

Eine erste Weichenstellung nimmt der Ausschuss für Ordnung und Soziales (OSo) am Dienstag, 25. August, um 17 Uhr im Rathaus vor. Vielleicht entscheidet der Stadtrat bereits zwei Tage später.

Der Feuerwehr wäre es recht, der Verwaltung auch. Die könnte planen. Der OSo diskutiert über 15 Standorte (siehe links auf dieser Seite). Die Verwaltung hat mit Hallenbad, Max-Planck-Straße und Gartenstraße drei in die engere Wahl gezogen und sich für das Hallenbadgelände entschieden.

Die Gartenstraße (Gelände der Raiffeisen-Warengenossenschaft/RWG) scheidet für die Verwaltung aus finanziellen, verkehrlichen und immissionsschutzrechtlichen Gründen aus. „Allein die Entsorgung der Altlasten im Boden kostet zwischen 80 000 und 300 000 Euro“, sagt Stadtplaner Rolf Kück.

Ordnungsamleiter Horst Meyer sieht Probleme für die Feuerwehr und erinnert an die Auflage eines kreuzungsfreien Bereichs. Das sei in der Gartenstraße nicht sicherzustellen. Dort begegneten sich beim Ein- und Ausfahren Feuerwehrfahrzeuge. Zudem schließe die Feuerwehr Schwierigkeiten wegen der 30 km/h-Zone nicht aus.

Die Max-Planck-Straße sei gut erreichbar, erklärt Kück. Negativ seien die hohen Erschließungskosten von bis zu 300 000 Euro in Folge der erheblichen Höhenunterschiede des Geländes.

Die Feuerwehr würde auch wegen der langen Anfahrtswege ungern ins Gewerbegebiet ziehen. Die meisten Mitglieder wohnten östlich der Bahn, heißt es.

Bleibt für Verwaltung und Feuerwehr das Gelände am Hallenbad. „Das belastet unserer Budget am geringsten“, sagt Bürgermeister Dr. Harald Behrens. Das Gelände gehört der Stadt, die Kanalisation ist verlegt. Das Gelände misst etwa 11 000 Quadratmeter. Davon entfallen 4000 auf die eigentliche Feuerwehr (Sozialtrakt, Fahrzeughalle, Parkplätze), 7000 Quadratmeter verblieben als Übungsfläche. „Da die Feuerwehr nicht ständig übt, kann das Areal multifunktional genutzt werden, auch für Zirkusveranstaltungen“, erklärt der Bürgermeister.

Die Verwaltung rechnet mit dem Baubeginn für ein neues Feuerwehrzentrum im Februar/März 2010. Mit der Fahrzeughalle geht es los. Eine Stahlkonstruktion, Bauzeit etwa drei Monate. Der Sozialtrakt dauert etwas länger. Kück geht davon aus, dass Gerätehaus und Sozialtrakt Ende 2010 fertig sind. Fest steht schon jetzt: Das neue Feuerwehrzentrum, egal wo es steht, sieht anders aus als das bisherige.

Die CDU geht mit Verwaltung und Feuerwehr. „Wir sind für das Hallenbad. Auch weil die Feuerwehr es möchte, und die muss dort arbeiten“, sagt Fraktionschef Markus Stier. Ohnehin sei es die billigste Lösung, weil ein Geländeankauf wegfalle.

Die SPD-Fraktion hat noch keine Entscheidung gefällt. Die Fraktion hat noch Diskussionsbedarf und will sich in der Ausschusssitzung am 25. August positionieren, so Fraktionsvorsitzender Heinfried Schumacher.

Anders die FDP. „Wir sind ganz klar für die Gartenstraße“, sagt Reinhard Hansemann. Das Hallenbadgelände sei die einzig grüne Fläche für eine mögliche Gestaltung. Die  sei dann weg. Hinzu komme eine Gefährdung der Schüler in diesem Bereich. Das gebe es an der Gartenstraße nicht. Zudem wolle die RWG verkaufen, die Gebäude abbrechen und die Altlasten entsorgen. „Dann könnten wir zu Gewerbegebietspreisen kaufen“, so Hansemann. Damit hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

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