Ratsfraktionen kritisieren offenen Brief der Werbegemeinschaft als „Ohrfeige“ und „Schaden für die ganze Stadt“

Kommunikationsstörung um 1500 Euro

Noch wird an der Hauptstraße wegen der neuen Beleuchtung gebaut. Danach sollte es eine offizielle Einweihung geben. Doch daraus wird nun nichts. Darüber ärgerte sich die Werbegemeinschaft, und dieser Ärger trieb wiederum die Ratsfraktionen auf die Palme.

Syke - SYKE (mwa) · Die Ratssitzung am Donnerstag Abend war fast beendet, als es im Saal doch noch einmal lebhaft wurde: Unter Tagesordnungspunkt 22 („Fragen, Anregungen und Bekanntmachungen“) brachte Heinz-Dieter Ritterhof (FDP) den offenen Brief der Werbegemeinschaft ins Spiel, in dem der Vorsitzende Michael Lux die Ratsfraktionen bezichtigte, gemeinsame Stadtmarketing-Aktionen mit der Kaufmannschaft im Keim zu ersticken (wir berichteten).

„Hat es tatsächlich eine Zusage an die Werbegemeinschaft gegeben, eine offizielle Eröffnungsfeier für die neu gebaute Hauptstraße mit 1500 Euro zu unterstützen?“, wollte er wissen.

Eine eindeutige Antwort darauf bekam er nicht. Wohl aber nutzten seine Kollegen quer durch alle Fraktionen die Gelegenheit, ihren Unmut gegenüber dem – nicht anwesenden – WG-Chef zum Ausdruck zu bringen. Allgemeiner Tenor: Zu keinem Zeitpunkt sei die Werbegemeinschaft mit konzeptionellen Vorstellungen für die besagte Eröffnungsfeier an die Politik herangetreten.

„Zumindest unsere Fraktion hatte bisher keine Kenntnis, was da geplant gewesen ist“, erklärte CDU-Fraktions-Chef Markus Stier. Mit der Verwaltung habe die WG seines Wissens nach auch immer nur über eine Kostenbeteiligung geredet, habe  jedoch nie ein Konzept vorgelegt. Insofern schade der offene Brief der ganzen Stadt.

Stier kritisierte speziell, dass Lux in seinem  offenen Brief den Eindruck erweckt habe, die Politik lehne sich in Sachen Stadtmarketing zurück und lasse die Werbegemeinschaft die Hauptarbeit tun. „Vielleicht sollte man die Beteiligung der Kaufmannschaft an Stadtmarketing-Aktionen mal näher beleuchten“, ließ Stier durchblicken, dass er es eher umgekehrt vermutet.

SPD-Fraktions-Vize Gabriele Beständig vermutete hinter dem offenen Brief eher „einen Alleingang“ von Michael Lux als eine Äußerung der gesamten WG. Und sie erinnerte: „Wir haben für den Umbau der Hauptstraße 750 000 Euro in die Hand genommen.“ Angesichts dieser Summe empfinde sie Lux‘ Schreiben wegen der Summe von 1500 Euro „als eine  Ohrfeige“.

Die Befindlichkeiten auf den Punkt brachte Wolfgang Reß (SykePlus): „ich glaube nicht, dass es da um 1500 Euro geht, die der Rat zu einer Feier zuschießt oder nicht. Da geht es um Kommunikationsstörungen.“ Er äußerte die  Hoffnung, der Rat und die Werbegemeinschaft mögen bald „wieder zusammenkommen“.

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