Kritik am Winterdienst der Stadt – Bürgermeister nimmt es gelassen

Knoop: „Es ist eben Winter“

Blick in die Sulinger Kampstraße – für die Räumfahrzeuge der Stadt war bisher hier kein Durchkommen.

Sulingen - (oti) · Sulingens Bürgermeister Harald Knoop nimmt die Situation eher gelassen: „Es ist eben Winter.“ An der (Winter-)Wetterfront kündigt sich langsam Entspannung an, die Lage auf den innerörtlichen Straßen galt dagegen bis gestern Mittag nach wie vor als angespannt.

Ivonne Arndt, Sprecherin der niedergelassenen Ärzte in Sulingen, berichtete von Problemen, überhaupt noch Hausbesuche durchführen zu können. Ralf Schröder, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Sulingen, ging von längeren Anfahrtszeiten „im Fall des Falles“ aus. Laut Wolfgang Schirmer, Mitglied im Vorstand der „Initiative Sulingen“, hätten innerstädtische Einzelhändler über Umsatzeinbußen im Vor- und Nach-Weihnachtsgeschäft geklagt, weil die Kunden die Läden nicht mehr erreichen würden – zum Teil versperren Schneeberge die Zufahrten zu den Parkplätzen oder die Stellflächen selbst.

„Die Hauptverkehrswege sind inzwischen geräumt“, sagte Bürgermeister Harald Knoop gestern Morgen auf Nachfrage der Sulinger Kreiszeitung. „An den Nebenstraßen sind wir dran, arbeiten uns zur Zeit von West nach Ost vor. Nach den nächsten Niederschlägen fangen wir dann im Osten an.“ Jan-Gerd Dannemann, Mitarbeiter im Fachbereich Planung und Bau der Stadt Sulingen und zuständig für den städtischen Bauhof, meldete gestern am frühen Nachmittag Vollzug: „Da, wo wir mit dem Räumschild durchkamen, ist geräumt. Zum Teil versperren aber auch parkende Autos die Durchfahrten für die Räumfahrzeuge.“ Morgens um 4 Uhr hätten die Mitarbeiter in den letzten Tagen mit dem Schichtbetrieb begonnen – „und sind bis zum Teil an ihre Belastungsgrenze gegangen“.

Die Kritik am „Winterdienst“ der Stadt Sulingen sei nicht neu, weiß Bürgermeister Knoop. „Ich erinnere mich noch ans letzte Jahr. Aber auch im Winter 2010 / 2011 gilt: Mehr, als die Mitarbeiter des Bauhofes zurzeit leisten, geht leider nicht.“ Schon vor Jahren habe die Stadt Sulingen einen Plan aufgestellt, nach dem die Mitarbeiter der Stadt Sulingen Winter für Winter aufs Neue vorgehen. „Wer glaubt, ihm wird zuerst geholfen, weil er am lautesten schreit, der irrt“, sagt der Bürgermeister. Dass die sich vom Schnee befreiten Hauptverkehrsstraßen zurzeit in den frühen Morgen- und in den späten Abendstunden in spiegelglatte Rutschpisten verwandeln, ist laut Harald Knoop neben den Witterungseinflüssen darauf zurückzuführen, dass die Stadt bewusst schon seit Jahren sehr sparsam im Einsatz mit Streusalz sei. Jan-Gerd Dannemann: „Wir hätten auch so gut wie nichts mehr.“ Anfragen bei Lieferanten wären schon gar nicht mehr beantwortet worden. „Wir konzentrieren uns nur noch auf Gefahrenpunkte. Schön, dass am Donnerstag Tauwetter einsetzen soll.“

Dass sich die Sulinger Autofahrer an extreme Witterungen gewöhnt haben, bestätigte gestern ein Sprecher der Polizeiinspektion Diep-holz. „Die Leute fahren vorsichtig, die Zahl der Auffahrunfälle in Sulingen hält sich im Rahmen.“

Auf Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme an der nächsten (Winter-)Wetterfront hofft Harald Knoop. „Es spricht auch nichts dagegen, wenn der ein oder andere Bürger mal selbst zum Schneeschieber greift...“

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