Mit Klinik-Kreisel und Schutzspuren für Radfahrer

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Die Bahnhofstraße sehen die Verkehrsplaner auch in Zukunft als einen der wichtigsten „Zubringer“ in die östliche Innenstadt von Diepholz. ·

Diepholz - Es ist ruhiger geworden auf der Hindenburgstraße, seitdem die Umgehungsstraße ihren Dienst tut und der überörtliche Verkehr sich nicht mehr über das Bremer Eck quälen muss. Dennoch: Es sind noch immer zwischen 5 000 und 6 000 Fahrzeuge täglich, die auf der einstigen Ost-West-Hauptverkehrsachse unterwegs sind.

Das berichtete Felix Bögert vom Büro Zacharias Verkehrsplanungen in Hannover jetzt vor dem städtischen Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt. Sein Büro hatte den Auftrag bekommen, ein Verkehrskonzept für den Bereich „Östliche Innenstadt“ zu erstellen.

„Östliche Innenstadt“, das umfasst demnach ein Gebiet, das von der Hindenburstraße im Norden, der Langen Straße im Westen, der Bahnhofstraße im Süden und der Grafenstraße umrissen wird.

Bis zu 6 000 Fahrzeuge auf der Hindenburgstraße, das heißt: Auch im Bereich der dortigen Schulen ist viel los. „Aber wir stellen hier fast keinen Durchgangsverkehr mehr fest“, berichtete Bögert. „Viele von denen wollen in den Bereich der Langen Straße.“ Diese Fahrten besser zu verteilen, nannte der Experte als eines der Ziele der Planung. Bögert hatte mehrere Empfehlungen mitgebracht: So schlägt er einen Kreisel an der derzeitigen Ampelkreuzung Hindenburgstraße/Grafenstraße vor, darüber könnten Fahrzeuge mit dem Ziel „östliche Innenstadt“ besser über Grafenstraße und dann Wellestraße beziehungsweise Bahnhofstraße verteilt und geführt werden. Für die „Nebenstraßen“ wie beispielsweise Friesenstraße oder Niedersachsenstraße schlägt er eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde vor. Von „Tempo 30“ auf den Hauptachsen Grafenstraße, Wellestraße und Bahnhofstraße rät der Verkehrsplaner dagegen ab.

Gleichwohl sollten sogenannte Schutzstreifen für Radfahrer auf Grafenstraße und Bahnhofstraße eingerichtet werden, also Straßenmarkierungen, wie sie vergleichbar auf der Schlesierstraße aufgetragen sind.

Weitere Vorschläge des Verkehrsplaners: die Durchfahrten von Mühlenstraße zur Bahnhofstraße weiter erschweren sowie eine Aufpflasterung für Fußgänger vor dem Parkhaus, um dieses besser an die Fußgängerzone anzubinden.

Auch einen durchfahrbaren Parkplatz zwischen Dr.-Wilhelm-Kinghorst-Straße und Wellestraße (rückseitig der Häuser an der Langen Straße) hält der Planer für realisierbar. Die Hindenburgstraße, so Bögert, müsse insgesamt „etwas zurückgebaut“ werden.

Einer gelegentlich diskutierten Öffnung der Fußgängerzone für Autos kann er nichts abgewinnen („Die Fahrzeuge haben genug Spielraum“), ebenso wenig einer Ausdehnung der Zone nach Norden („Wo sollen die Fahrzeuge dann hin?“).

Eine Diskussion zu den Vorschlägen gab es zunächst nicht, die Fraktionen nehmen die Vorschläge des Planers mit in die Beratungen. · sr

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