Lebenswerk Waltraud Köhlers 2014 offen?

Kleines Dorfmuseum legt Pause ein

FÜHRTE bis zu ihrem Tod das Kleine Dorfmuseum in Henstedt: Waltraud Köhler.
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FÜHRTE bis zu ihrem Tod das Kleine Dorfmuseum in Henstedt: Waltraud Köhler.

Syke - Nein, sagt der Henstedter Dieter Köhler, er brauche noch etwas Zeit. Nach dem Tod seiner Ehefrau Waltraud im Herbst vergangenen Jahres wolle er sich und sein Leben erstmal neu organisieren, ehe er sich wieder mehr dem großen Projekt auf dem Hof widmen könne, dem „Kleinen Dorfmuseum“.

In diesem Jahr wolle er die ganze Sache ruhen lassen, sagt er auf Nachfrage, „aber im nächsten Jahr ist durchaus an eine Wiedereröffnung gedacht.“

Für ihn eine sehr emotionale Geschichte. Gemeinsam haben sie all die Dinge zusammengetragen, die auf der ehemaligen Diele zu sehen sind, Waltraud und Dieter Köhler, gemeinsam sind sie vor zwei Jahren auch zu den Sykern des Jahres gewählt worden, gemeinsam haben sie um die beiden Sonderausstellungen gekümmert, die im vergangenen Jahr Publikumsinteresse ausgelöst haben. „Ich muss jetzt genau klären, wie ich all die Dinge alleine bewältige.“ Aber öffnen wolle er das Refugium auf jeden Fall wieder. „Es ist das Lebenswerk meiner Frau, es darf nicht kaputt gehen.“

Hilfe wäre ihm gewiss. Museumspädagoginnen aus dem Syker Kreismuseum haben schon Unterstützung zugesagt. Sie wollen das Leben so darstellen, wie es sich vor hundert Jahren auf dem ehemaligen Hof mit Mühle in Henstedt abgespielt hat, sie wollen buttern, wollen Aktivitäten für junge Besucher entwickeln, wollen durch die Ausstellung führen, und das alles ehrenamtlich. Ein Angebot, das Dieter Köhler nicht ablehnen würde, wie er betont. „Mir ist von allen Seiten Hilfe angeboten worden. Das empfand ich als sehr wohltuend. Nachmittags-Angebote für die ganze Familie, das kann ich mir gut vorstellen. Ich würde dann den Backofen anheizen, es gäbe frischen Kuchen.“

Mut zugesprochen wird ihm auch vom Kreismuseumsleiter Dr. Ralf Vogeding. „Ein absolut erhaltenswertes Refugium.“ Den Eheleuten Köhler und insbesondere Waltraud Köhler sei es gelungen, die Ortsgeschichte Henstedts aufzuarbeiten, die passenden Objekte zusammenzubringen, sie zu Themenbereichen zusammenzufassen und immer auch den Menschen hinter diesen Objekten zu sehen. „Da wird in den Sonderausstellungen beispielsweise an den Postboten erinnert oder an die Hebamme; deren Geschichten liegen gut recherchiert vor. Da ist gute museale Arbeit geleistet worden mit einem ganz eigenen Ansatz.“

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