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Klare Forderung: Radverkehrsbeauftragte

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Von: Anke Seidel

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Mit dem Rad in die Bahn: klimafreundliche Mobilität.
Mit dem Rad in die Bahn: klimafreundliche Mobilität. © dpa/Andreas Arnold

Der Kommunalverbund appelliert an das Land Niedersachsen: Radfahrer müssen mehr Platz haben – so steht es auch in einem Positionspapier.

In der Region Bremen/Niedersachsen soll Radfahren sicher und attraktiv werden. Das hat sich der Kommunalverbund zum Ziel gesetzt und deshalb schon vor zwei Jahren das 29 Seiten starke Regionale Mobilitätskonzept Radverkehr veröffentlicht. Jetzt haben die Vertreter der 28 Mitgliedskommunen ein Positionspapier zur Förderung des Radverkehrs in Niedersachsen einstimmig beschlossen und am Freitag öffentlich vorgestellt.

Ziel: Schnelle Verbesserungen für Radfhrer

Das Papier ist eine Strategie dafür, strukturiert und möglichst schnell Verbesserungen zu verwirklichen – sprich das Rad ins Rollen zu bringen. Deshalb fordert der Kommunalverbund das Land auf, Radverkehrsbeauftragte in den 13 regionalen Geschäftsbereichen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, in den 45 Landkreisen und kreisfreien Städten oder in kommunalen Zusammenschlüssen zu schaffen. Sie sollen für ihren Zuständigkeitsbereich ein Radverkehrskonzept erstellen.

Vor allem soll das Land die Radverkehrsförderung langfristig aufstellen: „Nur mit einer verlässlichen Förderung über Jahre hinweg können substanzielle und systematische Verbesserungen für den Radverkehr erreicht werden“, heißt es in dem Positionspapier, das der Kommunalverbund sowohl an Wirtschaftsminister Bernd Althusmann als auch die Landtagsabgeordneten für die jeweils zuständigen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden geschickt hat.

Radfahren eine „gleichberechtigte Verkehrsart“

Suse Laue, Vorsitzende des Kommunalverbunds, und Susanne Krebser, Geschäftsführerin, haben das elementare Ziel bereits im Regionalen Mobilitätskonzept formuliert: „Radverkehr soll als gleichberechtigte Verkehrsart einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen und klimafreundlichen Mobilität leisten.“ Bedarfsgerecht sollen Lösungen für unterschiedliche Anforderungen an den Radverkehr verwirklicht werden: für den schnellen und den langsameren Radverkehr, für Personenfahrten und für den Lastentransport.

In Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden, in Kooperation mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) sowie der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist auf der Grundlage eines Fachgutachtens ein Konzept entstanden, das nur unter Beteiligung unterschiedlicher Institutionen realisiert werden kann – weil unterschiedliche Träger für die rund 1 600 Kilometer Radwege im Kommunalverbundsbereich zuständig sind.

Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Radwege fällt in die Zuständigkeit des Landes, ein knappes Viertel (23 Prozent) in die der Landkreise und ein knappes Fünftel (19 Prozent) in die der Kommunen. Die Stadt Bremen ist für neun Prozent der Radwege verantwortlich, ebenso der Bund für neun Prozent und sechs splitten sich in andere Eigentümer auf. So unterschiedlich wie die Zuständigkeiten sind Zustand und Anknüpfung der Streckenabschnitte – wenn eine Verbindung überhaupt vorhanden ist.

Klare Strategie für Förderung des Radverkehrs gefordert

Gerade mit Blick auf Klimawandel und Treibstoffkosten drängt der Kommunalverbund auf zügige Umsetzung des Konzepts. Deshalb heißt es unmissverständlich im Positionspapier: „Das Land Niedersachsen soll auf allen Ebenen eine klare Strategie zur Förderung des Radverkehrs formulieren, kommunizieren und umsetzen.“

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