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Zertifizierte Arbeit: Freude über das „Beta“-Gütesiegel in der Kita Scharringhausen

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Von: Sylvia Wendt

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Freude über das „Beta“-Gütesiegel (vorne, von links) bei Heinrich Kammacher, Katharina Wedler, Birgit Brückner, Birgit Greve und Pastor Klaus-Joachim Bachhofer, mit dem Kita-Team sowie beteiligten Eltern.
Freude über das „Beta“-Gütesiegel (vorne, von links) bei Heinrich Kammacher, Katharina Wedler, Birgit Brückner, Birgit Greve und Pastor Klaus-Joachim Bachhofer, mit dem Kita-Team sowie beteiligten Eltern. © S. Wendt

Scharringhausen – So weitermachen wie immer oder mal jemanden von außen „draufgucken“ lassen? Der dann vielleicht deutlich aufzeigen kann, wo Fehler liegen, wo Verbesserungen erfolgen könnten? Das Team der integrativen evangelisch-lutherischen Kindertagesstätte Scharringhausen hat diese Arbeit im Jahr 2013 begonnen. Leiterin Birgit Brückner und ihr Team erhielten jetzt die Zertifizierung der „Bundesvereinigung der evangelischen Kindertageseinrichtungen“ („Beta“).

Was für die Mitarbeitenden, die Eltern und den Träger der Einrichtung im Laufe dieser Jahre dazugehörte, um sich zu qualifizieren, schilderte Birgit Brückner in verkürzter Form im Rahmen einer kleinen Feierstunde. 15 Kapitel umfasst das im Laufe der Qualifizierungsmaßnahme erarbeitete Handbuch, in dem alle wichtigen Kita-Prozesse erfasst sind. „Wir haben die Qualitätsziele für unsere Kita angepasst“, erklärt Brückner. Das Handbuch ist keines, das auch für andere Einrichtungen gelten könnte – es ist maßgeschneidert für die Arbeit in der Kita Scharringhausen. „Am Anfang war nicht zu erkennen, wie verzahnt letztlich alle unterschiedlichen Arbeitsbereiche sind. Das zeigt sich erst jetzt“, sagt Birgit Brückner. Nicht nur für das Team ist das Handbuch ein Nachschlagewerk, auch für die Eltern: Sie können sich informieren, wie die tägliche Arbeit mit ihren Kindern strukturiert ist und welche Angebote es in der Einrichtung gibt. Zuletzt etwa erfolgte die Qualifikation als Sprach-Kita.

Kindertagesstätte Scharringhausen: Team schließt Qualifizierungsmaßnahme erfolgreich ab

Die kontinuierliche Weiterentwicklung kennzeichne das Team in Scharringhausen, lobte Dr. Eva Berns, Bereichsleiterin und Fachberaterin für evangelische Kindertageseinrichtungen beim Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Sie übermittelte ihre Anerkennung zur erfolgreichen Qualifizierung per Brief, den verlas Katharina Wedler, Qualitätsbeauftragte des evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverbandes Grafschaft Diepholz.

Wedler und Kollegin Birgit Greve, pädagogische Leiterin des Kita-Verbandes, hatten die Qualifizierungsmaßnahmen in der Kita begleitet.

Laut Eva Berns kennzeichne der „systemische Umgang mit Beschwerden und eine gesunde Kritikpolitik“ die Arbeit der Kita. Die engagierte Gestaltung dieser Arbeit sei vielfältig, umfasse eine gelebte Inklusion und eine hohe Mitbeteiligung, auch der Eltern. Berns lobt die konsequenten Schulungen, den Leitfaden, der Orientierung gebe, den hohen Einsatz und die Hingabe der Mitarbeiter.

Namens des Kita-Verbandes überreichte Birgit Greve die Plakette, sichtbares Zeichen des Gütesiegels.

Umfangreiche Umbauarbeiten geplant

Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher merkte an, dass es etwas Besonderes sei, wenn externe Überprüfer zugelassen werden, die darauf schauen, wo Verbesserungen ratsam wären. Als Samtgemeinde Kirchdorf habe man sich seinerzeit für den richtigen Träger entschieden. Kammacher warb um Verständnis für die (wohl ab Mai) anstehenden Arbeiten am Haus: Gut 300 000 Euro investiere die Samtgemeinde in die Umbaumaßnahmen, um die Kita auf den neuesten Stand zu bringen. Die Arbeiten sollen spätestens bis Weihnachten abgeschlossen sein.

Pastor Klaus-Joachim Bachhofer erinnerte daran, dass die Kita in Scharringhausen die erste in der Samtgemeinde Kirchdorf gewesen sei, sie habe die Arbeit in den 1970er Jahren aufgenommen. Die Verwaltung schultere der Trägerverband, die Kirchengemeinde Kirchdorf sei die einzige mit gleich zwei Kitas in ihrem Kirchspiel. „Ich freue mich, dass wir als Kirchen ,mit drin‘ sind.“ Es würden besondere Familiengottesdienste gefeiert, wie gerade erst, wo die Kita-Kinder, ihre Familien und das Kita-Team die Kirche fast alleine gefüllt hätten. „Das war schön, das kann so weitergehen.“ Einen weiteren Kontakt bildet das Büchereiteam der Kirchengemeinde, das einmal im Monat mit Lesestoff zur Ausleihe in die Kita kommt.

Birgit Brückner berichtete, dass das neue Handbuch, mit allen neu geordneten Abläufen und Regelungen, in digitaler Form vorliege. Zeit zum Ausruhen bleibt kaum: In fünf Jahren erfolge die Rezertifizierung im Rahmen des Qualitäts-Managementsystems für Kindertagesstätten (QMSK).

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