Zehn Jahre Pflegezentrum „Kirchdorfer Heide“/Aktuelles Thema: Palliativpflege

Mitten drin in der Gesellschaft

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Bürgermeister Holger Könemann, Initiator Dr. Herbert Huth, Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher, Wolfgang Klee sowie die Pastoren Wolfgang Gerdes (Kirchdorf) und Michael Herzer (Freistatt, v.l.) bei der Eröffnung der Feier im Garten des Pflegezentrums.

Kirchdorf - Zehn Jahre Pflegeheim Kirchdorfer Heide – Zeit für ein buntes Fest mit Bewohnern, deren Angehörigen, Gästen aus Politik und Kirche, Nachbarn und den Mitarbeitern.

Zeit aber auch für ein Gespräch mit Wolfgang Klee, Verbundsleiter für die Einrichtungen in Heimstatt und Kirchdorf, über aktuelle Anforderungen. Derzeit sei die Pallativpflege ein großes Thema, sagt Klee. Man sei dafür im Sulinger Land zwar top aufgestellt, doch die Anforderungen steigen. Die Zahl der Pallativfälle nehme zu – die Verweildauer allerdings ab. Kurz: Die Patienten kommen später, bleiben kürzer. Das stelle die Pflegekräfte vor geänderte Anforderungen. Die aktuelle Verweildauer eines Pallativbewohners betrage zwei Jahre. Das Team sei gefordert, dem Bewohner für diese Zeit ein Zuhause zu schaffen.

Kritik übt Klee an dem neuen Pflegestärkungsgesetz, das vor der Verabschiedung steht. Die Aufnahme von Patienten mit Pflegestufe 1 in Heimen sei aufgrund der neuen Bedingungen dann wohl nicht mehr erwünscht. Gefordert seien dann die ambulante und die familiäre Pflege. Doch Familien seien damit oft überfordert.

Wie gut verankert indes das Pflegezentrum Kirchdorfer Heide ist, zeigt der Zuspruch: Gelegen mitten im Ort, bleibt für jene, die es können und wollen die Chance für einen Ausflug. Wenn Familie den Rollstuhl nicht schieben kann, übernehmen das viele ehrenamtlich Tätige. Nein, man habe keine Probleme, Nachwuchs für die Pflege zu finden, habe stets sechs Auszubildende pro Einrichtung. Kräfte, deren Arbeit nachgefragt ist. Vergrößerungen am Standort Kirchdorf oder die Schließung des Standortes Heimstatt – beides für Klee kein Thema.

Karussell, Wurfbude und Musik der „Holthüser Dörpskapelle“, des Kinderchores (Leitung: Elke Grabow) und Rainer Wölk von BlauWahl gehörten zum weiteren Programm für die über 200 Gäste am Freitag Nachmittag.

sis

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