Stephan Schwarze neu im Bauamt

„Es wird nicht langweilig“

Stephan Schwarze mit Heinrich Kammacher und Günther Dahm in seinem Büro (v.l.). - Foto: S. Wendt

Kirchdorf - „Es wird nicht langweilig“ haben sie versprochen – und das auch gehalten: Stephan Schwarze sitzt seit wenigen Tagen erst in seinem Büro im Bauamt, dem Fachbereich IV, im Rathaus in Kirchdorf. Und steckt bereits mitten drin in all den kleinen und großen Projekten, die in der Samtgemeinde Kirchdorf durchgeführt werden wollen.

Als Verwaltungsfachmann kennt Schwarze die Abläufe genau (wir berichteten), zusätzliche Einblicke konnte er in den 20 Jahren bei der Stadt Diepholz gewinnen, die obendrein auch Genehmigungsbehörde ist. Akten muss Schwarze in Kirchdorf nicht erst aus dem Archiv herauskramen: Die sind alle digitalisiert, der Mausklick erlaubt ihm einen schnellen Blick in die aktuelle Lage.

Was noch auf der „to-do“-Liste steht, sind Ortstermine und Gespräche mit den diversen Ansprechpartnern in der Samtgemeinde. Kontakte in die Region hatte Schwarze bereits über hier ansässige Familie und Freunde, die sechs Mitgliedsgemeinden sind kein unbekanntes Terrain für den neuen Mitarbeiter im Rathaus. „Arbeit ist genug da. Wir brauchen immer Ideen für die Zukunft“, sagt Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher, wohlwissend, dass bereits etliche Themen notiert sind.

Die Innenraumentwicklung etwa genieße in allen Mitgliedsgemeinden Priorität. Schwarze bringt dafür Ideen mit aus seiner Arbeit in Diepholz, hier war er unter anderem in Projekten im Rahmen der Städtebauförderung aktiv. Grundsätzlich legen Land und Bund immer wieder neue Förderprogramme auf: Da müsse jeder selbst schauen, ob sein Projekt die Anforderungen erfülle. Und die Kommune die finanziellen Mittel habe, um ihren Anteil zu stemmen. Es gelte, sich für solche Situationen vorzubereiten – neben dem Abarbeiten konkreter Aufträge.

Aktuelle Beispiele dazu: Zwar befindet sich die Gemeinde Barenburg in der Dorferneuerung, doch viele Projekte können erst nach Fertigstellung der Ortsumgehung umgesetzt werden. Und: Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Varrel. Hier müsse geklärt werden, wie Politik die künftige Bebauung plane.

Im Zusammenspiel zwischen Politik und Verwaltung steht das Bauamt an zentraler Position. „Mit Stephan Schwarze haben wir einen Glücksfall, er passt 1:1 in unsere Verwaltung“, freut sich Kammacher. Das Fachbereichsteam umfasst aktuell nun vier Mitarbeiter: Neben Leiter Günther Dahm und seinen designierten Nachfolger Stephan Schwarze sind es Klaus-Dieter Peth und Uwe Kellermann. Diverse Themen werden derzeit aufgeteilt, umstrukturiert, andere sollen folgen. Kellermann arbeitet aktuell am Liegenschaftskataster, um dessen Management aufzubauen. Dahm koordiniert die laufenden Bauarbeiten. Die zur Umgestaltung des Dorfplatzes in Kirchdorf kann er nach kurzem Spaziergang erreichen. Und musste gerade feststellen, dass die Telefonkabel der Apotheke durchtrennt wurden. Bis zum 15. Oktober müssen die Arbeiten beendet sein, dann beginnen die Vorbereitungen für den innerörtlichen stattfindenden Kirchdorfer Herbstmarkt. Dass die zahlreichen Wirtschaftswege den aktuellen Anforderungen nicht genügen und teure Baumaßnahmen nötig wären, wäre ein großes Thema für die Zukunft. Dringlicher allerdings sei eine Art „Masterplan“ für die Bauhofarbeiten in der Samtgemeinde.

Und dennoch sollen alle laufenden Anträge bürgerfreundlich und zeitnah bearbeitet werden, ein Credo, das im Rathaus in Kirchdorf bisher eingehalten wurde – und mit Stephan Schwarze an Bord, so bleiben soll. 

sis

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