Ein Appartement mehr

Grundsteinlegung in Freistatt: „Bethel“ realisiert 21 Altenwohnungen

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Eine Zeitkapsel kommt in den Grundstein; von links: Bürgermeister Gero Enders, Pastor Christian Sundermann und Stefanie Schwinge-Fahlberg (beide Geschäftsführung Bethel im Norden), Gunter Koop (Planungsgesellschaft Koop & Lohmann), Michael Glugla (Leiter Einkauf bei „Bethel“), Bereichsleiterin Ulrike Fahlberg und Einrichtungsleiter Wolfgang Klee vom Bereich Altenhilfe sowie Rolf Lohmann (Koop & Lohmann; von links).

Freistatt – Zu Beginn des Jahres 2021, so lautet der Plan, können viele der Bewohner des Altenheims in Heimstatt – aktuell 43 – in nagelneue Wohnungen in „Freistatt City“ umziehen: Auf dem Grundstück an der Ecke Von-Lepel-Straße / Von-Bodelschwingh-Straße, wo bis Anfang 2017 die alte „Schmiede“ stand, investiert der Unternehmensbereich Bethel im Norden der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel rund drei Millionen Euro in einen Neubau. Die Grundsteinlegung feierten Senioren, Mitarbeiter, Bauausführende, Vertreter der Politik und Nachbarn am Mittwochmittag.

„Es ist ein wichtiges Ziel, den älteren Bürgern, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Lebensabend nicht in den eigenen vier Wänden verbringen können, Wohnraum hier im Ort anbieten zu können“, betonte Freistatts Bürgermeister Gero Enders. Dessen Lage sei nach gründlichen Abwägungen ausgesucht worden, etwa der Nähe zu Geschäften und Bushaltestellen. Das altersgerechte, betreute Wohnen werde eine breite Palette von Angeboten haben („65-Jährige haben andere Interessen und Bedürfnisse als 80-Jährige“), Selbstständigkeit und Sicherheit bieten. „Das altersgerechte Bauprojekt ist eine wichtige Investition für Bethel im Norden und Freistatt in die Zukunft.“

Nähere Daten nannte Rolf Lohmann, Geschäftsführer der Planungsgesellschaft Koop & Lohmann. „Wir bekommen jetzt, nach der technischen Bearbeitung der Entwürfe, 21 statt 20 Wohnungen. Es waren Abstellräume vorgesehen, die in so einem Wohnobjekt nicht erforderlich sind.“ Die Ein-Zimmer-Appartements haben zwischen 35 und 43 Quadratmeter Nutzfläche. Nachhaltiges Bauen sei ein wichtiger Aspekt, „es wird keine Styropordämmung geben, stattdessen umweltverträgliches dämmendes Steinmaterial in dickerer Ausführung.“ Auch energiesparende Technik sei vorgesehen, „entweder über Solarthermie oder eine Wärmepumpe, in Verbindung mit einem Gaskessel.“ Dickere Innenwände zwischen den Einheiten und zum Flur hin sollen den Bewohnern Schallschutz bieten. „Es werden Küchen eingebaut, sodass jeder Bewohner sich selbst versorgen kann – aber eben auch die Versorgung in Anspruch nehmen kann, die ,Bethel‘ anbietet.“ Eine große Küche gebe es im Gemeinschaftsbereich, in dem auch Veranstaltungen möglich sind. Das Pflegeangebot habe im Haus einen Extra-Bereich, natürlich sei die pflegerische Versorgung auch in den Wohnungen möglich.

In die Zeitkapsel, die in den Grundstein eingelassen wurde, packte Rolf Lohmann die Baupläne, eine Ausgabe der Sulinger Kreiszeitung – und die aktuell gültigen Münzen, die er teils bei den Teilnehmern der Grundsteinlegung gesammelt hatte, wie er schmunzelnd verriet.

Gottes Segen für die am Bau Beteiligten und für die künftigen Bewohner des Hauses erbat Pastor Christian Sundermann, einer der Geschäftsführer von Bethel im Norden. Geschäftsführerin Stefanie Schwinge-Fahlberg erklärte: „Ich bin ja die Kauffrau im Unternehmen. Und eine der Herausforderungen bei diesem Projekt war: Es muss sich rechnen. Es ist nichts anderes als sozialer Wohnungsbau, denn die Bewohner sind eine Klientel, die auf Sozialhilfe angewiesen ist. Aber: Wohnen, Schlafen, Küche, Bad, ein Abstellraum – es sind richtige eigene Wohnungen.“ Weitere sollen in Bestandsgebäuden in der Nähe entstehen. Der Standort Freistatt biete pflegebedürftigen älteren Menschen eine bessere Teilhabe und Integration, als dies im relativ abgelegenen Heimstatt möglich ist. „Es geht darum, die alten Menschen nicht irgendwo unterzubringen, sondern mitten in der Gesellschaft“, ergänzte Christian Sundermann.

Während die stationäre Pflege in Kirchdorf ihren Standort hat, sei die Entscheidung gefallen, in Freistatt das „ambulante Setting“ anzusiedeln, so Stefanie Schwinge-Fahlberg. „Wir werden einen ambulanten Pflegedienst gründen, dem Mitarbeiter aus Heimstatt angehören und der mit dem Umzug starten wird.“

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