Bauprojekt an der Feuerwehrtechnischen Zentrale Wehrbleck fast vollendet

Wichtige Basis für Hilfe in Not

Große, breite Tore: Die Erweiterung der bestehenden Fahrzeughalle ist eine wichtige Voraussetzung für die zeitgemäße Unterbringung der Fahrzeuge an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Wehrbleck. Sie ist ein elementarer regionaler Stützpunkt für die Feuerwehr.
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Große, breite Tore: Die Erweiterung der bestehenden Fahrzeughalle ist eine wichtige Voraussetzung für die zeitgemäße Unterbringung der Fahrzeuge an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Wehrbleck. Sie ist ein elementarer regionaler Stützpunkt für die Feuerwehr.

Wehrbleck. Rund 5 000 aktive Helfer hat die Feuerwehr im Landkreis Diepholz. Um in jedem Notfall wirksam helfen zu können, ist eine passgenaue Ausrüstung unverzichtbar – ebenso deren Pflege. Und das nicht nur vor Ort: Die Feuerwehrtechnischen Zentralen (FTZ) in Barrien und Wehrbleck erfüllen regionale Anforderungen und sind wichtige Basen. Genau die entwickelt der Landkreis bedarfsgerecht weiter.

An der FTZ Wehrbleck steht ein Bauprojekt kurz vor der Vollendung.

1,5 Millionen Euro investiert

Bis zum Monatsende, so Klaus Speckmann als Leiter des Landkreis-Fachdienstes Bevölkerungsschutz, sollen die Bauarbeiten beendet sein. Dann soll die neue Halle vollständig eingerichtet und die bestehende, gründlich erweiterte, betriebsbereit sein. Rund 1,5 Millionen Euro kosten die Modernisierung und Erweiterung der FTZ Wehr-bleck. Notwendig war sie, weil die Zentrale buchstäblich aus den Nähten platzte: Im Lauf der Jahrzehnte waren die Normen und damit auch die Feuerwehrfahrzeuge gewachsen – so stark, dass einige nicht mehr in die Halle passten. Deshalb musste das bisherige Gebäude vertieft werden.

Wobei die FTZ weit mehr als nur eine Fahrzeugstation ist: Wie in einer Werkstatt warten Fachkräfte in einem speziellen Bereich die Fahrzeuge. Auch ein Waschplatz gehört zur neuen Ausstattung. „Mit einem Schmutzwasserabscheider“, betont Klaus Speckmann.

Ganz in der Nähe ist eine zweite Halle entstanden. Rund 450 Quadratmeter groß, bietet sie auch Platz für die Lagerung unverzichtbarer Ausrüstungen für die Jugendfeuerwehr. Diese Nachwuchsorganisation veranstaltet seit Jahrzehnten das größte Feuerwehrjugendzeltlager in Niedersachsen – und braucht Equipment für mehr als 2000 Teilnehmer. Dusch- und Waschzelt-Ausstattungen sowie vieles andere gehören dazu. Die Ausrüstung war bisher in einer einfachen Scheune gelagert – und ein schneller, unkomplizierter Zugriff nicht möglich. Miete musste die Feuerwehr-Nachwuchsorganisation demnach auch zahlen.

Mobile Feuerwehrküche

Über die neue Halle freuen sich aber noch andere Ehrenamtliche: die Mitarbeiter der mobilen Feuerwehrküche. Denn ihnen stehen endlich zeitgemäße Lagerräume für ihre Ausstattung zur Verfügung. Bisher lagerten Teile davon in einem 80 Jahre alten Gebäude, das längst abrissreif war.

Vor allem notwendig: eine zentrale, sachgerechte Lagermöglichkeit für ausreichende Lebensmittel-Mengen, vor allem haltbare. Bei einem plötzlichen Einsatz sind gerade die besonders wichtig.

Die mobile Feuerwehrküche, kurz Verpflegungszug, besteht aus einer Küche in einem sogenannten Abrollbehälter (Container) sowie einem Kühlanhänger und einem Transporter. Unverzichtbar ist diese Versorgungseinheit vor allem bei Einsätzen außerhalb des Landkreises. Zum Beispiel dann, wenn die Feuerwehrkräfte Menschen in anderen Bundesländern helfen – wie in Überschwemmungsgebieten. Die Mitarbeiter der mobilen Feuerwehrküche können aber genauso Bahnreisende versorgen, die wegen eines technischen Defekts gestrandet sind – wie es vor einigen Jahren in Diepholz der Fall war.

Ganz bewusst hat die Feuerwehr ihren Versorgungszug in Wehrbleck und damit im mittleren Landkreis Diepholz zentralisiert. Darüber hinaus verfügen sowohl die Feuerwehrtechnische Zentrale in Barrien als auch die in Wehrbleck über eine fest installierte Küche. Denn auch Lehrgänge und Weiterbildungsseminare veranstaltet die Feuerwehr in ihren beiden Zentralen – außerdem tagt dort zeitweise der Landkreis-Fachausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit.

Neuer Pumpenprüfstand

Zum Bauprojekt in Wehrbleck gehört übrigens auch die technische Modernisierung des sogenannten Pumpenprüfstands. Er hat elementare Bedeutung für die Wasserversorgung bei Löscheinsätzen.

Von Anke Seidel

Mitglieder des Kreistags und der Kreisverwaltung begutachten den Baufortschritt in Wehrbleck.

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