„Seriensieger“ schlagen wieder zu: Varrel und Kirchdorf I setzen sich durch

Wettkämpfe der Feuerwehren

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Gemeindefeuerwehrwart Gerd Kemmann, Gemeindejugendwart Thomas Eichler (hintere Reihe, v.l.), Kirchdorfs Jugendwart Jan-Henrik Heuermann (vorne, l.) und Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher (r.) mit dem Siegerteam der Jugendfeuerwehren, Kirchdorf I. -

Kirchdorf - So ein bisschen war es dann wie später am Abend in Berlin: Und der Sieger heißt – Varrel. Schon wieder mag der eine gedacht haben. „Hossa, Chaka wir wieder“ – die anderen. Erneut sicherte sich das Team der Ortsfeuerwehr Varrel den Pokal der Samtgemeinde Kirchdorf.

Wie das geht, verraten die Varreler natürlich nicht. Dicht auf den Fersen war ihnen das Team der Gastgeber, Kirchdorf. Platz drei belegte die Wettkampfgruppe aus Holzhausen. Das Schieri-Team stellte die Ortsfeuerwehr Sulingen.

Der Wettstreit der zehn Ortsfeuerwehren in der Samtgemeinde soll ein fröhliches Zusammentreffen sein und der Kameradschaftspflege dienen sowie die Chance bieten, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Doch „Feuerwehr“ sieht das Prozedere kritisch: Starre Regelungen und wenig zuschauerfreundliche Bewertungen der zu absolvierenden Übung – alles eine Sache des übergeordneten Verbandes – locken eben nicht mehr viele Bürger an. Etliche Stimmen wurden auch am Samstag laut, die sich mehr Lockerungen wünschen und, angelehnt an die wenig reglementierten Vorgaben für Wettbewerbe in der Altersklasse, dadurch auch mehr Attraktivität für die Zuschauer bieten.

Wettbewerb der Ortsfeuerwehren Kirchdorf

Durchaus ist nachvollziehbar, was die Kameraden da absolvieren müssen: Zügiger Ablauf mit ordentlichen Meldungen, passgenaue Kupplung der Schläuche und treffsicheres Umnieten der Kanisters mit dem B-Rohr. Da kommt das Wasser mit etwa vier bis fünf Bar an, einem so starken Druck, dass man ihn mindestens zu zweit abfedern muss, sonst wird alles andere nass, aber nicht der Kanister. In Kirchdorf erfolgt daher der Rat von Ortsbrandmeister Reiner Wittig, bitte darauf zu achten, dass nicht die Bundesstraße mit passierenden Autos bewässert werde – die Zielkanister stehen direkt vor dem etwa vier Meter hohen Wall, auf dem die B61 am Übungsgelände vorbeiführt. Und tatsächlich ist solch ein Wasserlöschschlauch mitunter schwer zu halten und bäumt sich kurz kraftstrotzend auf, bevor die Kameraden ihn bändigen und den Kanister abschießen.

Gemeindefeuerwehrwart Gerd Kemmann, Varrels Bürgermeister Heinrich Hustedt (v.l.), das Siegerteam aus Varrel mit Ortsbrandmeister Fred Melloh (2.r.) und Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher (r.).

Damit ist die Übung nicht beendet: Die nassen Schläuche, nun noch schwerer als ohnehin schon, müssen eingerollt werden, ordentlich, und alles wieder verstaut werden. Das Ganze natürlich im vollen Feuerwehrdress. Auch im Ernstfall zählt Schnelligkeit, zählt zielgerichteter Einsatz der Kameraden. Die Mitglieder der zehn Ortsfeuerwehren nutzen die Ergebnisse der Wettbewerbe gerne für fröhliches Frotzeln den anderen Kameraden gegenüber, erfüllten aber dennoch den Wunsch von Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher nach „fairen Wettkämpfen“. Aktuelle Zielscheibe der Frotzelei: Die Barenburger, die die „rote Laterne“ kassierten. Die Platzierungen: Varrel (435,99 Punkte), Kirchdorf (429,86), Holzhausen (421,86), Dörrieloh I (421,84/10 Fehlerpunkte), Dörrieloh II (421,04), Wehrbleck (418,94/fünf Fehlerpunkte), Bahrenborstel (413,04), Kuppendorf (410,31), Freistatt (409,99/fünf Fehlerpunkte), Scharringhausen (396,24/20 Fehlerpunkte) und Barenbrug (349,52/55 Fehlerpunkte).

„Abonnenten“ auf den ersten Platz

Am Samstag Vormittag haben sich die Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Kirchdorf auf dem Gelände am Feuerwehrhaus in Kirchdorf gemessen, hier gibt es einen „Abonnenten“ auf den ersten Platz: Das Team Kirchdorf I gewann den Pokal zum fünften Mal – und darf ihn deshalb behalten. Die Abstand unter den ersten Drei war jedoch äußerst knapp, nur jeweils ein Punkt trennte die Mannschaften, sagte Gemeindejugendfeuerwehrwart Thomas Eichler bei der Siegerehrung.

Auf die Plätze verwiesen wurden Barenburg und Dörrieloh, Platz vier sicherte sich Bahrenborstel-Holzhausen I vor den punktgleichen Teams aus Varrel und Bahrenborstel-Holzhausen II, Platz sieben gab es für Kirchdorf III, Platz acht für Wehrbleck und Platz neun für Kirchdorf II.

Zur Siegerehrung rückten die Wettbewerbsteams der Ortsfeuerwehren an: Rund um das Kirchdorfer Feuerwehrhaus wurden die Parkplätze knapp – allerdings hätten es gerne auch weitere Zuschauer sein dürfen, die die Teams aus den Ortschaften anfeuern. - sis

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