Wahlen als Präsenzveranstaltung

Ortsfeuerwehren: Wechsel im Barenburger Kommando

Mit großem Abstand und natürlich Masken versammelte sich die Feuerwehrmitglieder – hier die der Ortsfeuerwehr Dörrieloh.
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Mit großem Abstand und natürlich Masken versammelte sich die Feuerwehrmitglieder – hier die der Ortsfeuerwehr Dörrieloh.

Kirchdorf – Eine Ortsfeuerwehr ist kein Ortsverein. Deshalb sind die Strukturen mit ein wenig mehr Formalitäten versehen, als andere. Zumal auf Kommandoebene. Das Niedersächsische Brandschutzgesetz regelt die Abläufe. Immerhin: Amtsinhaber müssen im Ernstfall Entscheidungen in Sekundenschnelle treffen. Und so erklärt sich, warum an vier Abenden Präsenzversammlungen durchgeführt wurden:

Es gibt in vier der zehn Ortsfeuerwehren in der Samtgemeinde Kirchdorf Amtszeiten von Funktionsträgern, die sich dem Ende neigen.

Für diese Präsenzveranstaltungen bereiteten Ortsfeuerwehren, Gemeindebrandmeister und Verwaltung ein besonderes Hygienekonzept vor.

Bahrenborstel: Pohl und Hormann wiedergewählt

In Bahrenborstel ist die Ortsfeuerwehr als Basisfeuerwehr eingestuft. Ortsbrandmeister ist Tobias Pohl, dessen sechsjährige Amtszeit am 6. September 2021 abläuft. Am 7. September 2015 ist er zeitgleich mit seinem Stellvertreter ins Amt gewählt worden, und daher stand auch Christoph Hormann erneut zur Wahl. Beide würden eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen und auch die Kameraden würden das befürworten. Das Votum für beide erfolgte einstimmig.

Anwesend waren in allen Versammlungen ausschließlich wahlberechtigte Mitglieder. Deren Zahl wurde vorab an Wirt Fred Melloh durchgegeben, der die jeweilige Anzahl an Stühlen in ausreichend Abstand platzierte. Alle Kameraden trugen durchgehend eine FFP 2 Maske, ihre Temperatur wurde gemessen, Hände wurden desinfiziert. Und: Jeder Teilnehmer legte einen Schnelltest ab, bevor er den Saal betrat. Das galt ebenso für Wirt Melloh wie für Wahlleiter Gerd Kemmann, Dienstherrn Heinrich Kammacher und Sandra Meißner als zuständige kommissarische Fachbereichsleiterin Bürgerservice. Betreten und Verlassen des großen Saales erfolgte auf getrennten Wegen, serviert wurde nichts.

Hätte man das nicht per Umlauf machen können? „Nein“, sagt Heinrich Kammacher. Was möglich gewesen wäre, wäre eine Briefwahl – aber das wäre genauso aufwändig gewesen, wie bei einer politischen Wahl. Und so sei das Konzept für die Präsenzversammlungen abgestimmt worden. Jede Person, die an diesen vier Abenden vor Ort war, sei entsprechend getestet worden. Mit Gemeindebrandmeister Gerd Kemmann, Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher und stellvertretender Fachbereichsleiterin Sandra Meißner sowie Wirt Fred Melloh gab es auch Personen, die an allen vier Abenden das Prozedere durchliefen.

Barenburg: Siedenberg folgt auf Vielhauer

Die Ortsfeuerwehr Barenburg ist eine Stützpunktfeuerwehr. Als Ortsbrandmeister ist Gerd Vielhauer offiziell seit dem 11. Juni 2009 und noch bis zum 14. Juni 2021 im Amt. Er steht für eine weitere Amtszeit aber nicht zur Verfügung. Die Mitgliederversammlung hat sich mit der erforderlichen Mehrheit für Nico Siedenberg entschieden und diesen zur Wahl vorgeschlagen. Siedenberg hat alle Lehrgänge absolviert, die laut Niedersächsischem Brandschutzgesetz vorgeschrieben sind, darunter den Zugführerlehrgang an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz.

Dörrieloh: Grewe bleibt Ortsbrandmeister

Die Amtszeit von Thorsten Grewe als Ortsbrandmeister in Dörrieloh endet offiziell am 24. Juni 2021. Grewe ist seit dem 14. Juni 2003 im Amt – und wird das nach einstimmigem Votum weitere sechs Jahre bleiben. Die Mitgliederversammlung der Ortsfeuerwehr Dörrieloh, die als Basisfeuerwehr eingestuft ist, hatte Grewe erneut vorgeschlagen.

Wehrbleck: Schauer verlängert um sechs Jahre

Am 24. Juni endet ebenfalls die erste Amtsperiode von Wehrblecks stellvertretendem Ortsbrandmeister, Jan Schauer. Schauer ist seit dem 25. Juni 2015 offiziell in diesem Amt und die Mitgliederversammlung hat sich einstimmig für eine weitere Amtszeit ausgesprochen.

Zum weiteren Prozedere gehört die Information der Voten an den Kreisbrandmeister. Der Verwaltungsausschuss der Samtgemeinde wird am 20. April zur Thematik abstimmen und der Samtgemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 27. April einen offiziellen Beschluss dazu fassen.

In den jetzt durchgeführten Wahlveranstaltungen gab es jeweils nur die reinen Wahlen, keine Dankesreden. „Ich bin den Mitgliedern in allen zehn Ortsfeuerwehren außerordentlich dankbar, dass sie sich engagieren und für den Dienst zur Verfügung stellen“, kommentiert Heinrich Kammacher.

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