Angebot der Jugendfeuerwehr Kirchdorf für Mitglieder

Versuch: Zeltlager „in der Blase“

Ein Blick zurück in die Zeit vor Corona: Die eingeschworene Gruppe der Jugendfeuerwehr Kirchdorf. Sie alle hoffen, dass das Zeltlager Spaß macht und das mit Bedacht erstellte Hygienekonzept auch funktioniert.
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Ein Blick zurück in die Zeit vor Corona: Die eingeschworene Gruppe der Jugendfeuerwehr Kirchdorf. Sie alle hoffen, dass das Zeltlager Spaß macht und das mit Bedacht erstellte Hygienekonzept auch funktioniert.

Kirchdorf – „Kommt uns bitte nicht besuchen“, heißt es. Und diese Nicht-Einladung ist ernst gemeint: Die Jugendfeuerwehr Kirchdorf plant ein kleines Zeltlager für ihre Mitglieder. Und riegelt alles hermetisch ab: „Keiner rein und keiner raus“ lautet das Motto.

Jugendfeuerwehrwart Julian Plenge beschreibt es als „Blase“, in der die Mädchen und Jungen samt Betreuerteam eben, ähnlich wie die Fußballer bei der EM, strikt unter sich bleiben.

Jugendfeuerwehr, Verwaltung in Kirchdorf und zuletzt der Landkreis Diepholz als Genehmigungsbehörde haben versucht, alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr wenigstens ein paar Tage Vergnügen zu bieten.

Für fünf Tage, von Freitag bis Dienstag, 23. bis 27. Juli, schlagen sie ihre Zelte am Schützenhaus in Kirchdorf auf der Ihloge auf. Die Schützen haben ihr Domizil zur Verfügung gestellt – und bleiben ihm in dieser Zeit fern. Im Schützenhaus wäre Platz, um etwa Mahlzeiten einzunehmen.

Die sanitären Anlagen stellen die Tennisspieler: Gegenüber des Zeltlagers liegen Tennisplätze und Vereinsheim – und auch die Tennisspieler bleiben ihrem angestammten Areal in der Zeit des Zeltlagers fern. Rund um die Zelte werden Zäune errichtet, um den Bereich nach außen hin abzusichern. Die Teilnehmer treffen sich am Freitag um 15.30 Uhr – vor dem Betreten des Geländes steht ein Corona-Test. Fällt der negativ aus, darf das Mitglied der Jugendfeuerwehr teilnehmen am Zeltlager.

„Wir haben alle Mahlzeiten vorbereitet. Die Betreuer bleiben ebenfalls die gesamte Zeit im Zeltlager“, schildert Plenge den Ablauf. Aufgeteilt seien alle 40 Teilnehmer in kleine Gruppen. Nicht, wie beim „großen“ Kreisjugendfeuerwehrzeltlager, nach Altersgruppen gestaffelt, sondern bunt gemischt.

„Die Kinder freuen sich“, berichtet Julian Plenge aus den Vorbereitungen. Und bittet, eben von jeglichen Besuchen vor Ort abzusehen: „Vorbeifahren und gucken – gerne, aber es ist eben keine Kontaktaufnahme möglich.“

„Bitte keine Besuche im Zeltlager“

Die Abläufe seien so geplant, dass keine Kontakte mit anderen Personen notwendig sind. Soll heißen: Die Jugendfeuerwehr hat den Besuch im Naturfreibad für die Bootswettbewerbe für einen Vormittag eingeplant – wenn das Bad für den regulären Badebetrieb sowieso gesperrt ist. Laut Plenge seien vornehmlich Sportwettbewerbe vorgesehen, etwa Volleyball und Schlagball, für den ersten Abend ein Nacht-Orientierungsmarsch durch das Dorf. An den einzelnen Stationen sind es die Betreuer, die die Gruppe begleiten und die Prüfung abnehmen. Was braucht die Jugendfeuerwehr an Unterstützung? „Für das Zeltlager vom 23. bis 27. Juli keine. Wir bitten einzig darum, uns nicht vor Ort zu besuchen.“ Würde die „Blase“ kompromittiert, müsste das Zeltlager sofort abgebrochen werden. Wer die Jugendfeuerwehr generell unterstützen möchte, wende sich an den Förderverein der Feuerwehr.

Gerade erst habe die Jugendfeuerwehr Kirchdorf die Dienste wieder aufgenommen, berichtet Plenge. Mit Präsenzdiensten, denn die Online-Variante habe kaum Erfolg gehabt – es habe sich per Skype oder Zoom kaum ein Mitglied eingeschaltet. Und wie hat sich die Mitgliederzahl entwickelt? „Es ist uns keiner abgesprungen in der Zeit.“

Von Sylvia Wendt

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