Verschönerungsverein Varrel saniert das „Niedersachsenhaus“

Ein schickes neues Dach

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Wolfgang Böer, Karl-Heinz Kellermann, Ursula Böer, Else Schröder, Manfred Wiegmann und Heinrich Mohrlüder vor dem frisch sanierten „Niedersachsenhaus“ in Varrel (v.l.).

Varrel - Letztlich haben sie mehr getan, als eingeplant war: Gut 200 Stunden ehrenamtlicher Arbeit kamen zusammen – jetzt ist das „Niedersachsenhaus“, das der historischen Feuerwehrspritze in Varrel Obdach gewährt, wieder eine Augenweide.

Das Niedersachsenhaus sei ursprünglich als Abstellraum und Garage, eigentlich so wie es heute wieder genutzt wird, am Pastorenhaus gestanden. Der Verschönerungsverein Varrel hatte es 1976 von dort „Auf die Loge“ versetzt. Über 100 Jahre alt ist die Handpumpenspritze der Feuerwehr, die, gesichert, dort seit fast 40 Jahren ausgestellt wird. Auf der Nordseite haben vier Jahrzehnte norddeutschen Wetters ihre Spuren hinterlassen. Deshalb beschloss der Verschönerungsverein zu handeln – und das Haus komplett zu sanieren (wir berichteten). Die notwendigen finanziellen Mittel überstiegen den Vereinsetat bei weitem. Ein Zuschuss der Gemeinde, Zuschüsse aus der Dorferneuerung flossen und so konnten die Arbeiten Anfang August beginnen. Manfred Wiegmann und Wolfgang Böer erinnern sich mit Schaudern an die unangenehme Aufgabe, das Reet zu entfernen, das die Firma Tober entsorgte. Zusammen mit der ortsansässigen Firma Gerbes wurde das Dach komplett, mit typischen Ziegeln wie andere Häuser vor Ort auch, eingedeckt. Dachgebälk und Fachwerk wurden neu gestrichen – durch Heinrich Mohrlüder, Karl-Heinz Kellermann und Wolfgang Böer. Stefan Witte fertigte zwei Niedersachsen-typische Pferdeköpfe für das Dach aus Eichenbrettern, die die Firma Albers gesponsert hatte. Die (sehr kunstvolle) Goldschrift malte Uwe Kellermann neu aus. Angucken kann man sich alles von zwei Bänken aus, die Böer erneuert hat und die vor dem Häuschen stehen. Viele andere Arbeiten fielen an, bei denen sich Christian Wiegmann und Fritz Lüllmann einbrachten, Lüllmann und Willi Kemmann fuhren oft Einsätze mit ihren Treckern. Für Arbeiten in der Höhe stellte die Firma „Bauart“ ihren Teleskoplader zur Verfügung. Else Schröder und Ursula Böer versorgten die Arbeiter mit Frühstück, heißen und kalten Getränken.

Und die Arbeit ist noch nicht beendet: Ende November werden über 50 Weihnachtssterne aufgehängt, traditionelle Aufgabe der Verschönerer. Und im kommenden Jahr sammeln sie weitere Arbeitsstunden: Sie wollen den Göpel am Ortseingang herrichten.

sis

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