Vereinbarung über Schulkomplexe in Varrel und Kirchdorf getroffen

Mängel werden beseitigt

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Mediengruppe Kreiszeitung

Varrel - Der Abschluss einer „Vereinbarung zur Vermögensauseinandersetzung“ über die Schulanlagen in Kirchdorf und Varrel zwischen der Samtgemeinde Kirchdorf und der Gemeinde Varrel sowie dem Landkreis Diepholz resultiert, wie berichtet, aus der veränderten Schulsituation. Bestand bisher für beide Schulstandorte eine gemeinsame Trägerschaft, so ist am Standort Kirchdorf nun die Grundschule allein untergebracht, mit der Samtgemeinde als Schulträger.

Am Standort Varrel belegt die Oberschule den Schulkomplex alleine, Schulträger ist der Landkreis. Für die Übernahme wichtig war die Vereinbarung von sogenannten Nebenabreden, etwa zu notwendigen Sanierungsmaßnahmen. Vereinbart wurde, beide Schulgebäude um vorhandene Mängel zu beseitigen. Am Standort Varrel ist es der Zwischengang vom alten Grundschulbereich in den Anbau (geschätzte Kosten: 52000 Euro), in Kirchdorf sind es die Außenwand der Turnhalle sowie der Fliesenboden in der Aula, im Flur zwischen der Aula und der Turnhalle sowie im Gang zwischen Aula und dem Verwaltungstrakt, die saniert werden müssen (70000 Euro für die Fliesen, die Erneuerung der Glasfassade in der Turnhalle wird auf etwa 60000 Euro geschätzt). Die Kosten sollen nach dem bisherigen Schlüssel auf den Landkreis (64 Prozent) und die Samtgemeinde (34 Prozent) aufgeteilt werden.

„Für beide Seiten wurde ein ordentliches Ergebnis herausgearbeitet“, stellte Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher fest. In der jüngsten Sitzung des Varreler Gemeinderates wurde darauf hingewiesen, dass auch die Ablösung eines Restkredites zum Turnhallenbau durch den Landkreis erfolge (wir berichteten).

Kammacher betonte, dass in der Vereinbarung auch die künftige Nutzung des Schulkomplexes durch Varreler Vereine und Verbände geregelt sei – der weiterhin für sie zur außerschulischen Nutzung unentgeltlich zur Verfügung stehe und dass alle Zugänge zum Sportplatz wie gehabt erfolgen können.

Der Turnhallenanbau, das Vereinsheim, bleibt im Eigentum der Gemeinde Varrel.

Ratsfrau Tanja Strohmeyer fragte nach, was passieren würde, würde der Landkreis die Oberschule schließen: Dann würde die Liegenschaft zurück an die Gemeinde Varrel gehen, ein Verkauf durch den Landkreis sei nicht möglich. Der Rat Varrel stimmte der Vereinbarung einstimmig zu. Ratsfrau Marina Poppinga kommentierte die in langen Sitzungen ausgearbeiteten Vereinbarungen erfreut: „Das hat ihr gut verhandelt.“

sis

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