Veranstalter von „Bethel im Norden“ sprechen von 7000 bis 8000 Gästen

Jahresfest ist „Kult“

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Die Predigt des Open-Air-Gottesdienstes hielt Pastor Dr. Johannes Feldmann aus Lobetal (l.).

Freistatt - Das Freistätter Jahresfest hat seit 116 Jahren Tradition, seit einigen Jahren ist es vor allem wegen seines Flohmarkts „Kult“. Unbestritten schreibt „Bethel im Norden“ mit der Veranstaltung am Himmelfahrtstag Erfolgsgeschichte: Die Mischung aus Information, Spiel und Spaß zieht, die Veranstalter sprechen von „7000 bis 8000 Besuchern“ in diesem Jahr.

Mit Beginn des 116. Jahresfestes um 10 Uhr hatten die über 200 Händler ihre Stände längst besetzt. Ab 5.30 Uhr rollten Autos „non stop“ in Richtung Festgelände – zunächst von Flohmarktbeschickern, dann von Besuchern. Der Verkehr, der auch in den Nachmittagsstunden nicht abriss, kam streckenweise sogar zum Erliegen.

Schnäppchenjäger, die ihr Eldorado erreicht hatten, fanden Nützliches und Überflüssiges, Trödel und echte Raritäten für wenig Geld oder „für umsonst“. Das Ambiente schätzen Besucher und Händler gleichermaßen. Karl-Heinz und Hanka Lindenberg aus Ströhen versuchten zu versilbern, „was sich so angesammelt hat“. Sie waren bereits um 5.45 Uhr auf dem Platz. Bevor die Geschäfte gegen Mittag „brummten“, wickelten sie mit befreundeten Händlern der Nachbarstände Tauschgeschäfte ab. „Man muss Spaß an der Sache haben, sonst darf man gar nicht erst antreten“, sagte Karl-Heinz Lindenberg.

Live-Musik gab es für jeden Geschmack: Gute-Laune-Sound bot die Berliner Marchingband „Beat’n’Blow“ mit „Modern Brass“, weitere Akzente setzten der Kindermusiker Heiner Rusche (Sinnesgarten) oder „Caféhaus-Musiker“ Eberhard Brünger (Heimstatt). Auch in kulinarischer Hinsicht blieben keine Wünsche offen. Allerdings war wegen des Andrangs an manchen Stellen Geduld gefragt, lange Warteschlangen gab es nicht nur vor der Freistätter Hauptküche.

Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Diakonie stellten Angebote des Schulverbundes, der Jugend-, Eingliederungs- und Altenhilfe sowie Angebote für Menschen mit seelischen Behinderungen vor – stationäre und ambulante Einrichtungen zur sozialen und beruflichen Rehabilitation.

Beschaulicher als in der Freistätter City und auf den Flohmarktgeländen ging es im Freistätter Sinnesgarten und im Altenhilfezentrum Heimstatt zu – ebenfalls mit Live-Musik und kulinarischem Angebot, aber mit deutlich niedrigerer Schlagzahl. Eine Premiere in Heimstatt: Der SV Lessen organisierte erstmals einen Biathlon für Kinder und Jugendliche.

Freistätter Jahresfest

Die Predigt des Open-Air-Gottesdienstes hielt Pastor Dr. Johannes Feldmann (Lobetal), der vom Posaunenchor und der Kantorei musikalisch umrahmt wurde. Dr. Feldmann schlug den Bogen vom Himmelfahrtsfest der Diakonie zur Feuerwehr. Beide stellten sich in den Dienst derjenigen, die Hilfe bedürfen – uneigennützig und zur Ehre Gottes.

Zwölf Kameraden aus Lobetal nahmen in offizieller Mission am Jahresfest teil. Auch in der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal – mit „Bethel im Norden“ unter dem Dach der Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel vereint – feiere man Jahresfeste, erklärten Löschgruppenführer Andreas Rohr und Frau Cornelia, allerdings nicht als „Volksfest“ wie in Freistatt.

mks

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