Varrel: Westnetz setzt Lenkbohrverfahren ein, um Erdkabel zu verlegen

Stromnetz wird modernisiert

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Ortstermin mit Thorsten Harbarth (l.) und Thomas Wirp von Westnetz an der Lenkbohrstelle in Renzel.

Varrel - Ein Ast und ein Sturm Anfang des Jahres reichten: Stromausfall wegen Sturmschadens, die Techniker mussten ausrücken und den Schaden beheben. Sturmschäden an Erdkabeln sind da seltener, deshalb ersetzt Westnetz derzeit etliche Freileitungen durch jene Erdkabel.

„Modernisiert wird das Stromnetz in Varrel“, teilt die Firma mit. Drei neue 20000-Volt-Erdkabel sollen künftig die Freileitungen ersetzen, die derzeit noch von der Schäkeler Straße zur Rosenstraße, parallel zur Schäkeler Straße und durch Renzel führen. Tiefbauarbeiten werden für die Bereiche Hohe Straße, Schäkeler Straße und Renzel angekündigt. Am Donnerstag sind die Arbeiten in Renzel angekommen, Meter für Meter arbeitet sich der Bohrer vor. „Für die Verlegung der 750 Meter, 2750 Meter und 1000 Meter langen Stromkabel setzt Westnetz auf einem Teilstück von rund 800 Metern das Lenkbohrverfahren ein. Bei diesem wird nach einer Pilotbohrung der Bohrkanal ausgeweitet und ein Rohr eingebracht, in das die Monteure die Leitung einziehen“, beschreibt Westnetz den Vorgang in einer Pressemitteilung. „Mit Hilfe dieser Technik können wir Gewässer wie den Mittellandkanal oder sogar Autobahnen unterqueren. Hier in Varrel setzen wir den Lenkbohrer auch zur Unterquerung der Verkehrsstraßen ein, denn mit dem Verfahren sind keine umfangreichen Straßenbauarbeiten oder Sperrungen notwendig“, erklärt Thorsten Harbarth, Netzmeister bei Westnetz. In Renzel arbeitet sich der Lenkbohrmeister durch einen Graben. Und wenn er auf einen Feldstein trifft? „Dann kann er den ‚umbohren‘ – der Lenkbohrmeister kann die Richtung der Bohrung im Erdreich wechseln.“ Das gelte etwa bei wertvollen Baumbeständen – Westnetz lässt in entsprechenden Tiefen arbeiten. Beauftragt mit diesen Spezialarbeiten sind die Firmen Stolte aus Diepholz und RTH aus Hoya. Die Arbeiten sollen bis Ende November andauern. Nach dem Einsatz in Varrel sind die Arbeiten in der Samtgemeinde Kirchdorf beendet, weitere Einsätze in den Samtgemeinden Siedenburg und Schwaförden folgen.

Mit den neuen leistungsstarken 20000-Volt-Erdkabeln, 150 Millimeter dick, solle die zuverlässige Versorgung garantiert und das Varreler Stromnetz für die Zukunft gestärkt werden. Wird das Erdkabel in Betrieb genommen, werden die Mittelspannungsfreileitungen auf einer Gesamtlänge von drei Kilometern abgebaut – Start dieser Arbeiten ist voraussichtlich September, „das hängt von der Erntezeit ab, die wir nicht behindern wollen“, erklärt Thomas Wirp, Westnetz-Kommunalbetreuer für das Sulinger Land. Man werde dazu Absprachen mit den Grundstückseigentümern treffen. Die Leitungen münden in ebenfalls neu gebauten Trafohäuschen, Westnetz spricht von „Kompaktstationen“. Die Kosten der Modernisierungsarbeiten in Varrel belaufen sich auf 380000 Euro.

sis

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