Haftstrafe bleibt unter vier Jahren

Sexuelle Nötigung gestanden

+
Am zweiten Verhandlungstag hat ein 54-Jähriger gestanden. Ihm wird gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung und sexuelle Nötigung vorgeworfen.  

Verden/Varrel - Von Wiebke Bruns. Ein 54 Jahre alter Angeklagter aus Varrel (Samtgemeinde Kirchdorf), der sich seit vergangener Woche vor dem Landgericht Verden wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und sexueller Nötigung verantworten muss, hat die Taten gestanden. Alles habe sich so zugetragen, wie es in zwei Anklageschriften geschildert werde. Damit bleibt den 76 und 53 Jahre alten Opfern eine Aussage vor Gericht erspart. Im Gegenzug wurde dem Angeklagten eine Strafobergrenze von drei Jahren und neun Monaten zugesagt.

Der Angeklagte und die 76-Jährige waren zum Tatzeitpunkt im November 2016 in Varrel Nachbarn. Regelmäßig sei er bei Spaziergängen mit seinem Hund am dem Haus der Rentnerin vorbeigekommen. Anfangs habe man sich freundlich gegrüßt, dann hätten sich kürzere Gespräche ergeben und schließlich habe er die Frau besucht. Einmal habe er ihr Pfefferspray mitgebracht, hieß es in einer von Verteidiger Jakob Struif verlesenen Erklärung.

Am 8. November 2016 habe er der Frau in einem Telefonat vorgetäuscht, dass er mit der Polizei vorbeikommen werde, weil sich fremde Personen auf ihrem Grundstück aufgehalten hätten. Als die Frau öffnete, warf er ihr laut Anklageschrift ein nasses Handtuch über den Kopf und zog sie daran ins Wohnzimmer. Dabei soll er so fest zugezogen haben, dass die Frau zeitweise das Bewusstsein verlor. Die 76-Jährige habe um ihr Leben gefleht, der Angeklagte, der eine Vergewaltigung geplant haben soll, habe dann von ihr abgelassen.

Ein Polizeibeamter berichtete, dass die Frau zwei Tage später in Begleitung einer weiteren Person Anzeige erstattet habe. Sofort seien ein Durchsuchungsbeschluss und ein Haftbefehl erwirkt worden. In einem Schuppen des Hauses des Angeklagten habe man eine Tasche gefunden mit Dingen, die auf eine geplante Vergewaltigung und perverse Phantasien des Täters schließen ließen. Der Angeklagte habe sich bei dem Polizeieinsatz sehr kooperativ gezeigt. Allerdings habe er damals noch angegeben, für die Vorwürfe der 76-Jährigen keine Erklärung zu haben.

Im Zuge der aktuellen Ermittlungen wurden eingestellte Ermittlungen aus dem Jahr 2011 wieder aufgenommen. Damals soller er eine 53-Jährige beim Öffnen der Wohnungstür überwältigt und unsittlich berührt haben. Als sie ihn angeschrien habe, habe er von ihr abgelassen, heißt es in der Anklageschrift. Offen blieb, ob die Frauen wussten, dass der Angeklagte ein vorbestrafter Mörder ist. 2007 war er wegen eines Mordes in Stuhr-Heiligenrode aus dem Jahr 1982 zu einer sechseinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Als 19-Jähriger hatte er nach einem Vergewaltigungsversuch eine Spaziergängerin erdrosselt.

Mehr zum Thema:

Infinity-Party in der Bassumer Gilde-Festhalle

Infinity-Party in der Bassumer Gilde-Festhalle

Dritte Ausgabe der Scheeßeler Handwerkertage

Dritte Ausgabe der Scheeßeler Handwerkertage

Der Bundesliga-Abstiegskampf wird immer dramatischer

Der Bundesliga-Abstiegskampf wird immer dramatischer

Oldie-Trecker-Treff der Alteisenfreunde in Twistringen

Oldie-Trecker-Treff der Alteisenfreunde in Twistringen

Meistgelesene Artikel

Störungen auf Bahnstrecke zwischen Kirchweyhe und Syke 

Störungen auf Bahnstrecke zwischen Kirchweyhe und Syke 

Wohnen in der Innenstadt

Wohnen in der Innenstadt

Spannende Positionskämpfe bei Regatta für funkferngesteuerte Boote

Spannende Positionskämpfe bei Regatta für funkferngesteuerte Boote

Rauchwolke weist den Weg

Rauchwolke weist den Weg

Kommentare