Unter einem Dach: Kita-Außengruppe, Hort, Dorfkids, Kinderfeuerwehr, Archiv

Schule bleibt Treffpunkt

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Zuschüsse sind avisiert: Heinrich Kammacher (l.) und Heinz Albers vor der ehemaligen Schule in Bahrenborstel.

Bahrenborstel - Heinz Albers purzeln etliche Steine in das flache Bahrenborstel, dessen Bürgermeister er ist. Und auch Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher freut sich über weniger Telefonate und Nachfragen in Sachen „Zuschuss für die Umnutzung der ehemaligen Grundschule in Bahrenborstel“. 282000 Euro sind, wie berichtet, avisiert aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“. Ein Planer soll noch in diesem Jahr beauftragt werden, im kommenden Jahr sollen eine Kindergartenaußengruppe, der Hort und das Archiv in Bahrenborstel unter einem Dach vereint sein.

Der Umzug der Grundschule nach Kirchdorf hat in Bahrenborstel niemanden jubeln lassen. Das leer stehende Gebäude und seine Nachnutzung, die mögliche Streichung von Infrastruktureinrichtungen von der Liste, die das Leben in einem Dorf erst lebenswert machen, haben tiefe Furchen in manche Stirn gegraben. Der Blick nach Barenburg, wo am Samstag die neue Krippe in der gleichfalls geschlossenen ehemaligen Grundschule offiziell eröffnet wird, ließ stetig Fragen aufkommen an die Lokalpolitik und die Verwaltung bezüglich der Nachnutzung in Bahrenborstel.

Angesichts dieser Erwartungshaltung ist Zeit, die ohne (positive) Nachricht verstreicht, belastend. „Als Samtgemeinde behalten wir im Blick, dass sich die Mitgliedsgemeinden weiter entwickeln können. Und haben die Zusagen eingehalten, die wir im Rahmen der Schuldiskussion gegeben haben“, wiederholt Kammacher eine Aussage. Und freut sich daher ebenso wie Heinz Albers über die zugesagte Fördersumme. Albers: „Ich bin heilfroh, dass wir jetzt auch eine Lösung schaffen, die auf Dauer genutzt werden kann.“ Dem Archiv, das wichtige Arbeit leistet und auch für die diversen Arbeitskreise „Dorfgeschichte“ tätig ist, will man mehr Öffentlichkeit verschaffen.

Auch für die Kinderfeuerwehr der Samtgemeinde kann ein Domizil geschaffen werden für Projekte, die nicht in den jeweiligen Feuerwehrhäusern der Ortsfeuerwehren durchgeführt werden. Der Arbeitskreis „Aktives Spielen mit Kindern“, die „Dorfkids“, kann hier ebenfalls sesshaft werden. Das Außenareal pflegt die Gemeinde jetzt bereits und wird das auch in Zukunft tun. Der Planer wird einzig die Nutzungswünsche an die Hand bekommen und kann dann die Räumlichkeiten der ehemaligen Grundschule neu „bespielen“. Der einst für die Schüler geschaffene Spielplatz auf dem ehemaligen Schulhof wird dem Kindergarten und dem Hort zugerechnet und deshalb umzäunt. Frei zugänglich dafür ist jetzt das Areal um den Dorfpavillon. Der bietet etwa Radlern Platz für eine Pause. Hinweise für Ortsunkundige vorbereiten ist die nächste Aufgabe...

sis

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