Höhe der Beute unbekannt

Unbekannte „sprengen“ Geldautomat in Barenburg

+
Die Ortsfeuerwehren Barenburg und Sulingen erkundeten die Räumlichkeiten: Diebe hatten sich Zutritt verschafft, zum Bereich des Geldautomaten.

Barenburg - Von Sylvia Wendt. Es sah so aus, als sei der Raum verraucht. Brennt es im Einkaufszentrum „Fritz“? Grund, um 6.03 Uhr die Ortsfeuerwehr in Barenburg zu alarmieren.

Doch die findet am frühen Dienstagmorgen kein Feuer vor: Unbekannte Täter haben einen Pulverlöscher ausgeleert in dem Bereich, der zum Geldautomaten gehört – und den haben die Täter „geknackt“. Im Wortsinn. 

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter am frühen Morgen, gegen 0.30 Uhr, in das Barenburger Einkaufszentrum „Fritz“ eingedrungen sind. Sie verschafften sich Zugang über einen ehemaligen Getränkeladen. 

„Mittels brachialer Gewalt drangen sie in einen angrenzenden Raum, in dem sich der Geldautomat befand“, teilte eine Sprecherin der Polizei in Sulingen mit. „Dort brachen sie den Geldautomaten auf, um an das Bargeld zu gelangen.“ 

Nach derzeitigem Ermittlungsstand geschah der Aufbruch „unter Zuhilfenahme einer hydraulischen Zange“, teilte eine Sprecherin der Polizei am Dienstagnachmittag mit.

Polizei sucht Zeugen

Mittels einer hydraulischen Zange brachen die Täter den Geldautomaten auf

Gesucht würden nun Zeugen, die Angaben zum Geschehen oder einem möglichen Fluchtauto tätigen können. Möglicherweise wurden die Täter bei der Anreise mit dem bislang unbekannten Fahrzeug durch eine privat eingesetzte Kamera aufgenommen wurden, die Beamten des Zentralen Ermittlungsdienstes gehen davon aus, dass die Tat von mehreren Personen gemeinschaftlich begangen wurde. Hinweise nimmt die Polizei in Diepholz unter Tel. 0 54 41 / 97 10 entgegen. 

Die Feuerwehr-Leitstelle in Diepholz hatte die Ortsfeuerwehr Barenburg um 6.03 Uhr alarmiert. Unter der Leitung von Ortsbrandmeister Gerd Vielhauer rückten 19 Kameraden an, Vielhauer lässt die Sulinger Kollegen nachalarmieren – denn die verfügen über ein sogenanntes Gasspürgerät. 

Unklar sei gewesen, ob sich „noch zündfähiges Gemisch“ in den Räumlichkeiten befinde, erklärt Vielhauer. Das hätten die Sulinger Feuerwehr-Einsatzkräfte aber nach eingehender Prüfung ausschließen können. „Damit war der Einsatz für uns nach gut anderthalb Stunden beendet“, sagt Vielhauer.

Volksbank nennt Höhe der Beute nicht

Kirsten Dauelsberg, Pressesprecherin der Volksbank Sulingen, die das Gerät im „Fritz“ installiert hatte, mag „aus ermittlungstaktischen Gründen“ die Summe nicht benennen, die den Tätern in die Hände gefallen ist. Neben den Ermittlungen sollen nun Gespräche mit Eigentümer Fritz Weber geführt werden, etwa darüber, ob am Standort Barenburg, im „Fritz“, erneut ein Geldautomat installiert werde. 

Inhaber Fritz Weber war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Laut Kirsten Dauelsberg habe man seitens der Volkbank Sulingen alle sicherheitstechnisch relevanten Maßnahmen im Vorfeld ergriffen. Volksbank-Kunden könnten ausweichen auf die Filialen in Kirchdorf, Varrel oder Sulingen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

WM 2018: Diese heißen Schlitten fahren Messi, Ronaldo und Co.

WM 2018: Diese heißen Schlitten fahren Messi, Ronaldo und Co.

Die Anreise-Welle rollt - das Hurricane-Gelände ist geöffnet

Die Anreise-Welle rollt - das Hurricane-Gelände ist geöffnet

Von der Leyen auf Partnersuche im Pentagon

Von der Leyen auf Partnersuche im Pentagon

Scharfe Schnappschüsse: Bei der WM geht es heiß her - Fans zeigen viel Haut 

Scharfe Schnappschüsse: Bei der WM geht es heiß her - Fans zeigen viel Haut 

Meistgelesene Artikel

Großeinsatz gegen Diepholzer Großfamilie

Großeinsatz gegen Diepholzer Großfamilie

Norovirus legt Oberschule Rehden lahm

Norovirus legt Oberschule Rehden lahm

Ermittlungen der Diepholzer Polizei mit Großaufgebot

Ermittlungen der Diepholzer Polizei mit Großaufgebot

Ansgar Arbeiter aus Bassum fotografiert Gesichter in Gegenständen

Ansgar Arbeiter aus Bassum fotografiert Gesichter in Gegenständen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.