Trommelzauber beendet Projektzeit an der Grundschule Kirchdorf

Eine Woche Afrika

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Geburtstagskind Fabian neben Trommler „Baba“.

Kirchdorf - Wo liegt eigentlich Afrika? Die Schüler an der Grundschule Kirchdorf wissen jetzt genau Bescheid. Und zwar so gut, dass sie die Nöte der Menschen dort ebenso kennen, wie auch die Tiere, denen man begegnen kann. Und sie kennen die Musik des Landes.

Farbenfroh, einerseits, ist das Land, in dem Elefanten leben, Affen und Löwen. Aber in dem Hitze für Dürre sorgt: Bei der Abschlussveranstaltung am Freitag wurden 287,48 Euro gespendet. Ein Betrag, der aus Kirchdorf an „Brot für die Welt – Stichwort Wasserversorgung“ geht.

„Baba“ von der Firma „Trommelzauber“ flößte den Mädchen und Jungen gleich zu Wochenbeginn Respekt ein: Wer nicht zuhört, der fliegt aus der Gruppe. Harte Maßnahme, mit Wirkung: Das gemeinsame Trommeln aller Grundschüler gelang am Freitag Nachmittag in beeindruckendem Takt. Die bunten phantasievollen Kostüme waren selbst gebastelt. Der kurzen Ansprache durch Konrektorin Julia Stark folgt das afrikanische Geburtstagslied für Fabian: Nakupenda sana, Fabian. Der Funke springt sofort über, der Trommelrhythmus lädt ein, den Körper in Bewegung zu bringen. Aufgeteilt in Muschel-, Affen-, Krokodil-, Sternen-, Fabeltier- und Kürbisgruppe geben die Schüler den Takt vor.

Trommelworkshop an der Grundschule Kirchdorf

Das wurde täglich geübt: Das gemeinsame Trommeln in der Turnhalle gab während der Afrika-Projektwoche den Startschuss in den Tag. Jedes Kind erstellte ein besonderes Afrikaheft. Einzelne Projekte sorgten für kreative Auszeiten: Lederarmbänder und Ketten basteln etwa. Die Kinder haben Spuren hinterlassen, erzählte Julia Stark – die Fenster der Schule zieren aktuell furchterregende schwarze und große bunte Masken.

Mit Ton arbeiten? Ja, klar: Da wurde flugs ein ganzes afrikanisches Dorf im Kleinformat gebaut. Tiere in Afrika? Ja, auch die wurden aus Ton geformt. Afrikanische Spiele und Tänze lernten die Kinder ebenso kennen.

Trommelzauberer „Baba“ lobte seine jungen Schüler in Kirchdorf sehr – alle hätten sich als tolle Trommler, Sänger und Tänzer entpuppt.

Da an der Grundschule in Kirchdorf nur eine kleine Turnhalle als Veranstaltungsraum zur Verfügung steht, war die Zahl der Gäste zur Abschlussveranstaltung begrenzt. „Das nächste Mal gehen wir in die Varreler Turnhalle, da können wir mehr Gäste einladen“, erklärte Schulleiterin Katrin Westhoff. Das wird wohl in vier Jahren soweit sein. Das Projekt ist nicht kostenlos zu haben: Dank der Spende des Fördervereins der Grundschule und dessen Antrag auf Zuwendung im Rahmen des KSK-Jubiläums konnte der Trommelzauber Realität werden in Kirchdorf.

Ob in der norddeutschen Tiefebene dann auch wieder „Regenmacher“ gebastelt werden sollten?

sis

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