Windkraft, Krisenstab und „Fenstergeschäfte“

Trauungen nur mit maximal fünf Personen in Kirchdorf

Alle Planungen rund um Windkraftanlagen in der Samtgemeinde Kirchdorf werden in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und erörtert, sobald dies wieder möglich ist, versichert Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher. Foto: Zumaya
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Alle Planungen rund um Windkraftanlagen in der Samtgemeinde Kirchdorf werden in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und erörtert, sobald dies wieder möglich ist, versichert Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher.

Kirchdorf – „Eine Windkraftanlage, nur 600 Meter von meinem Haus“? Die Sorge eines Kuppendorfers führt zur Nachfrage im Rathaus in Kirchdorf. „Alles rund um Änderungen im Flächennutzungsplan für die Samtgemeinde wird rechtzeitig öffentlich gemacht. Momentan werden dazu alle Daten gesammelt und vorbereitet. Alle notwendigen Sitzungen für das Verfahren werden öffentlich sein, um die Vorgänge transparent für die Bürger zu kommunizieren“, verspricht Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher.

Er wisse, dass aktuell mehrere Windkraftanlagen-Projektierer unterwegs sein sollen, um sich Unterschriften zu sichern.

Projektierer mit selbst kreierten Ortsplänen

Allerdings seien Ortspläne, die vorgezeigt werden, „selbst gefertigt“. Kammacher verweist erneut auf die noch ausstehenden öffentlichen Beratungen dazu.

Auch im aktuellen Corona-Shutdown sind die Mitarbeiter der Verwaltung dabei, alle Themen konsequent abzuarbeiten, erklärt Kammacher. Die Haushalte für das Jahr 2020 haben alle Mitgliedsgemeinden und die Samtgemeinde noch im Dezember 2019 beschlossen und samt der investiven Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Ein Krisenstab, bestehend aus dem Verwaltungschef und den Fachbereichsleitern, erörtere regelmäßig die Lage. „Wir haben Teams gebildet, sodass wir immer handlungsfähig sind. Gearbeitet wird in einem Zwei-Schichten-System, im 14-tägigen Wechsel. Die Mitarbeiter bauen in dieser Zeit Resturlaub sowie Überstunden ab. Außerdem sind Homeoffice-Arbeitsplätze vorsorglich eingerichtet worden, sodass im Notfall – mit Einschränkungen – auch von Zuhause aus gearbeitet werden könnte“, berichtet Kammacher. Im Moment sei die Disziplin der Bürger sehr beeindruckend: Anfragen und Kontakt per E-Mail, per Post und Telefon – das klappe außerordentlich gut. Was an Kontakt erforderlich sei, werde oft genug in „Fenstergeschäften“ erledigt. Die Kfz-Anmeldungen habe man zurückgefahren: Die seien nur noch möglich, wenn sie zwingend erforderlich sind.

Beurkundungen nach Terminvereinbarung

Beurkundungen (Geburten, Sterbefälle sowie Vaterschaftsanerkennungen) erfolgen: „Hier sollten Termine mit dem Standesamt vereinbart werden“, bittet der Samtgemeindebürgermeister. Bis zum 1. Juni werden keine neuen Termine mehr angenommen – bereits vereinbarte Trauungen können vollzogen werden, allerdings muss die Teilnehmerzahl auf maximal Personen begrenzt sein: die Standesbeamtin, das Brautpaar, die Trauzeugen.

Die Bauhof-Mitarbeiter seien ebenfalls in Teams eingeteilt, kümmerten sich um jene Aufträge, die umgehendes Handeln erfordern. „Tatsächlich arbeiten auch etliche örtliche Handwerksbetriebe weiter. Es ist kein kompletter Stillstand“, weiß Kammacher. In der Tagesbetreuung seien im Kindergarten zwei Kinder und in der Grundschule eines, alle anderen hätten die Betreuung der Kinder privat geregelt. Zu allen Neuerungen rund um die Vorgaben wegen der Corona-Pandemie informiere die Samtgemeinde online (www.kirchdorf.de).

In einer Sonderrubrik werde zudem über Fördermodelle informiert, auch hinsichtlich finanzieller Unterstützung für Privatpersonen. Geraten werde allen Gewerbetreibenden, die Möglichkeiten auf Landes- und Bundesebene zu nutzen, um eine Schieflage, wenn es geht, zu verhindern.

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