Friedrich Orth konzipiert die Einrichtung des neuen Werkraumes an der Grundschule

Ton, Kleckse und Sägen

Blumiger Dank von Katrin Westhoff an Friedrich Orth. - Fotos: sis

Kirchdorf - Es sind über drei Jahrezehnte Erfahrungen als Lehrer, unter anderem für das Fach Werken, die Friedrich Orth sozusagen bestens vorbereitet haben für seine jüngste Aufgabe: Die Einrichtung eines neuen Werkraumes an der Grundschule Kirchdorf. Viele haben Tonklumpen, Laubsägekatastrophen und Farbkleckse vor Aufgaben, beim Gedanken an diese Stunden.

Auch Friedrich Orth, selbst kreativ in Sachen Keramik. Er ist ein bisschen betrübt darob, dass es keinen großen Brennofen mehr gibt an der Grundschule, wohlwissend, dass die Kids nicht nur Tonschlangen zu Aschenbechern formen möchten, sondern „auch mal was Größeres“.

Der Werkzeugschrank.

Als Pensionär und direkter Nachbar der Schule hatte er Zeit und Lust, den Raum neu zu konzipieren und auszustatten. Reizvoll sei auch gewesen, dass ein kein festes kleines Budget gab. 35 Jahre als Lehrer mit Faible fürs Werken bedeuteten in diesem Falle auch, dass man Friedrich Orth nix verkaufen kann, was sich nicht für den Unterricht eignet. So werden der Grundschule überlassene Bohrer aussortiert, mit denen die Kinder kein Loch ins Holz (oder sonstwo) hineinbekommen. Statt dessen sollen es die Brustbohrer sein, die Stabilität und damit Erfolg garantieren.

Orth hat aus seinem Erfahrungsschatz etliche Regeln gefiltert, die ein bisschen Disziplin erfordern. Naja, streiche „bisschen“. Aufräumen, Ordnung halten, alles an seinen Platz zurückbringen: Allein der Werkzeugschrank zeigt, wie kindgerecht übersichtlich Orth die Dinge vorbereitet hat, mit Farbschema, passgenau, handgefertigten Blöcken für jedes Teil.

So können auch den kleinen Handwerker sehen, wo was hingehört. Bei der Präsentation am Donnerstag gibt Orth dem aktuellen (Werk-Unterrichts)Kollegium unter Leitung von Katrin Westhoff eine Einführung in die beiden Räume, inklusive schriftliche Ausführungen mit vielen Ideen und Tipps für den Werkunterricht.

Für die im Zeitraum von Februar 2015 und Februar 2016 mit der Einrichtung des Werkraums verbrachten über 400 Stunden und gut 380 Besuche in der Schule dankte ihm Katrin Westhoff namens des Kollegiums sehr herzlich und überreichte ein blühendes Blumengebinde.

sis

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