Es gibt noch weitere Baustellen

Grundschule in Kirchdorf: Zu Tisch in der neuen Mensa

Der Wunsch nach Pausenspielzeug hat sich an der Grundschule in Kirchdorf erfüllt. - Fotos: S. Wendt

Kirchdorf - Horst Meyer hätte gerne den Schokopudding genommen, es gab aber keinen mehr. Dafür Milchreis mit Zimt und Zucker. Und Wackelpudding. Und rote Grütze. Und für jeden nur eines davon, natürlich nach dem Essen. Ortstermin, mittags in der neuen Mensa in der Grundschule Kirchdorf.

Die erwachsenen Besucher sitzen am langen Tisch mit Blick auf den Schulhof. Eigentlich schätzen die Grundschüler diesen Bereich mit dem grünen Boden, der neu angebaut wurde, auch wegen der bunten Möblierung. Montags essen etwa 40 Kinder hier zu Mittag, dienstags sind es zwischen 60 und 65 und mittwochs etwa 50 Mädchen und Jungen. An den Tagen mit Ganztagsangeboten stehen jeweils fünf bis sechs Arbeitsgemeinschaften zur Auswahl für die gut 220 Schüler, die die Grundschule Kirchdorf derzeit besuchen. Die jetzt einzige Grundschule der Samtgemeinde werde gut angenommen, sagen die Elternvertreter Birgit Renzelmann und Manfred Lohmeier sowie Michael Maschmann, Vater und als Ratsherr Mitglied im Schulausschuss. Es gebe für die Schüler so viel mehr Angebote, lobt Maschmann. Wer die Schule nur so kennt, komme nicht darauf, dass es vorher vier Grundschul-Standorte in der Samtgemeinde gegeben hat, ergänzt Renzelmann.

Schulausschuss-Mitglieder, Fachbereichsleiter Horst Meyer und Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher nutzen diesen Besuch, um direktes Feedback von den Schülern und der Schulleitung zu bekommen. Den Kids mundet das Essen, gekocht von Karin Maschmann. Es gibt die Wahl zwischen „mit Fleisch“ und „ohne Fleisch“ für ein warmes Gericht und die Option, stattdessen einen großen Salat zu essen. Und Nachtisch. Getränke bringen sich die Kinder meist selber mit, können sie aber auch in der Schule kaufen – oder sich vom stets kostenlos bereitstehenden Leitungswasser einschenken. Die Mensa-Regeln hängen, aufgeschrieben auf bunten Zetteln und für alle lesbar, an der Wand. Die Räume sind neuerdings auch geöffnet für Zeiten außerhalb der Mahlzeiten, etwa bei schlechtem Wetter, erklären Schulleiterin Katrin Westhoff und ihre Stellvertreterin Julia Stark. Mandalas ausmalen, ein Buch lesen oder Spiele spielen – die Mädchen und Jungen können sich auch in die Räume der Mensa zurückziehen.

Neu ist die Salattheke, die gut angenommen wird.

Die To-do-Liste an der Grundschule Kirchdorf ist aber noch nicht abgearbeitet. Zwar sei die große Baustelle im Süden des Areals fast beendet. Hier drückte Wasser in die Schule, in den Kellerräumen stand es mitunter Zentimeter hoch, berichtet Westhoff. Ein alter Heizungskellerraum wurde um den 20.000 Liter fassenden Öltank erleichtert – hier können jetzt Ersatz-Stühle und -tische zwischengelagert werden. Drainage und Kellerraum haben zusammen gut 50 000 Euro gekostet. Weitere 150 000 Euro sind genehmigt für eine neue Heizungsanlage. Derweil kümmert sich das Kollegium der Schule um die Erstellung der neuen Homepage, entwickelt ein neues Schullogo und Ideen rund um die Gestaltung des ehemaligen Schulgartens. Hier solle ein Außen-Klassenzimmer entstehen, ebenso Hochbeete. Auch die weitere Umgestaltung des Schulhofes steht noch auf der Liste.

Ein Wunsch, der sich erfüllt hat, ist der nach Pausenspielzeug. Diabolos, Speed-Minton, Hula-Hoop-Reifen, Indiaca, Dosen-Stelzen, Seile, verschiedene Bälle, Frisbees, Wackelboards: Jede Menge kleinere Spielgeräte stehen ab sofort für die Kinder bereit. Die Viertklässler kümmern sich künftig um die korrekte Ausleihe und Rückgabe. Das Essen war übrigens lecker, hm, Wackelpudding...

 sis

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