Ferienkiste bei Schützen in Strange

Tempo ist gefragt beim Schießen – und Stapeln

Das Zielen mit dem Lichtpunkt-Gewehr ist noch ein bisschen anspruchsvoller, wenn zwischen Auge und Visier noch reichlich Luft ist. - Fotos: Behling

Strange - Was braucht man zum Biathlon? Na klar, Gewehre. Und dazu nicht Langlaufskier oder Laufschuhe, sondern Holzklötze und -scheiben – zumindest in der Variante, in der am Dienstagnachmittag elf Kinder im Stranger Schießstand gegeneinander antreten. Erstmals bot der Schützenverein Strange-Buchhorst im Rahmen der Ferienkiste in der Samtgemeinde Kirchdorf den originellen Wettkampf an.

„Dieser Biathlon ist bei den Jugendzeltlagern der Kreisverbände im Bezirksschützenverband Grafschaft Diepholz sehr beliebt“, weiß Malte Wiegmann, Jugendschießwart des Vereins. „Das steht auch beim Zeltlager des Kreisverbandes IV am kommenden Wochenende in Ströhen auf dem Programm.“ Die Begrenzung auf zwölf Teilnehmer (einer sagte kurzfristig ab) hat logistische Gründe: „Wir besitzen ein Lichtpunkt-Gewehr, zwei haben wir uns von Nachbar-Schützenvereinen dazu geliehen.“

Jule bekommt den Stuhl mit Kissen aufgepolstert, um auf Schusshöhe zu kommen. Das geht Stella ähnlich, und für beide gilt erhöhter Schwierigkeitsgrad: Zwischen Auge und Visier bleibt reichlich Luft. „Ich hab’ nur zwei Zehnen geschossen“, bedauert Stella nach dem Einschießen, bei dem sich die Kids mit dem System vertraut machen. Das „nur“ lässt stellvertretenden Jugendwart Bernd Dammeier, der Malte Wiegmann ebenso unterstützt wie dessen Brüder Mathis und Lukas Wiegmann, Marvin Henkel und Ilka Dammeier aus der Jugendabteilung, die Augenbrauen hochziehen: „Ist doch klasse – und du brauchst nur sieben.“

Das Prinzip des Wettkampfs: Die Kinder geben fünf Schuss mit dem Lichtpunktgewehr ab, die Treffer – sieben Ring oder höher – sind sofort auf dem Laptopbildschirm zu sehen, bei sechs und weniger Ring gibt es jeweils fünf Strafsekunden. Nach dem Schießen gilt es nach draußen zum „Spieltisch“ zu laufen und so schnell wie möglich aus farbigen Holzklötzen vorgegebene Konstruktionen nachzubauen – beziehungsweise, nach der zweiten Schießrunde, Holzscheiben nach Größe zu stapeln, bevor das dritte Schießen der Endspurt ist.

Für alle Teilnehmer hatten die Schützen Süßes und Medaillen als Souvenirs in petto – und für die vier besten Biathleten schmucke Pokale. Den Sieg holte sich Michel Siedenberg, „Silber“ ging an Leon Rohlfing, „Bronze“ an Stella Albers und die Trophäe für den vierten Platz bekam Jule Richter. Nach dem Wettkampf gab es eine deftige Stärkung, die Schützen „schmissen“ den Grill an. 

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