1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz
  4. Kirchdorf (NI)

Tanztee-Tradition in Kuppendorf erlebt am Mittwoch Neustart

Erstellt:

Von: Sylvia Wendt

Kommentare

Schön war die Zeit – ein Blick zurück auf die Jubiläumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Tanztees in Kuppendorf. Am 6. April geht es wieder los.
Schön war die Zeit – ein Blick zurück auf die Jubiläumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Tanztees in Kuppendorf. Am 6. April geht es wieder los. © S. Wendt

Kuppendorf –  Welche Veranstaltung lebt nach der Pandemie wieder auf? Pausiert hatte auch der Tanztee im Gasthaus „Zur Mühle“ in Kuppendorf, dessen 25-jähriges Bestehen man im November 2018 noch fröhlichen Schrittes gefeiert hatte. Am Mittwoch, 6. April, geht es wieder los. Ganz wie einst: Beginn ist um 14.3 Uhr, Kaffee und Kuchen stehen bereit. Auf den ersten Tanz freuen sich jetzt schon die Stammgäste.

Neue Teilnehmer sind gern gesehen, Paare müssen es nicht sein – die Tanztee-Gemeinschaft integriert die Neuankömmlinge formvollendet. „50 Gäste wären schön – aber Platz wäre locker für 150 Teilnehmer“, beschreibt Gastgeber Lars Gehlenbeck das räumliche Angebot.

„Eigentlich hätte es schon im Herbst 2021 soweit sein sollen“, sagt der Gastwirt, aber dann waren die Auflagen wieder so, dass die Veranstaltung nicht möglich war. Waren zuletzt, also vor der Pandemie, die Teilnehmerzahlen etwas rückläufig, so hofft Gehlenbeck, dass der Tanztee in Kuppendorf wieder Fahrt aufnimmt, soll heißen: Dass flotte Sohlen aufs Parkett gelegt werden. Es soll ein regelmäßiger Termin werden, auch da bleibt es traditionell beim ersten Mittwoch im Monat. Für die Musik sorgt Manfred Gehlenbeck. Wer Fragen hat, kann Familie Gehlenbeck unter Tel. 0 42 73 / 3 76 erreichen.

Wer sich zu jung zum Schwofen fühlt, für den hält Lars Gehlenbeck eine „Tanzveranstaltung für Jüngere“ bereit: Dance- und Elektromusik gibt es am 23. April. Geplant für diesen Termin ist der Auftritt der bekannten DJane Anastasia Rose.

Festival „Rock die Mühle“ im Juni

Im Juni wird es wieder laut rund um das Gasthaus in Kuppendorf. Dann mit Musik so ganz nach dem Geschmack des Gastwirtes: „Rock die Mühle“ heißt das Festival, bei dem vom 23. bis 25. Juni „Reckless Roses“, „Here we stand“, „Anlasser“, „Autopilot Aviators“, „Jaded“, „Klangapart“, „Volter“ und „Caudawelsh“ auftreten werden. Ist der 23. Juni eher noch ein Tag zum Anreisen und Akklimatisieren für diejenigen, die vor Ort übernachten (für die Musik sorgt an dem Abend Lars Gehlenbeck im Festzelt), sind Freitag und Samstag echte Rockfestival-Tage. Als Headliner hat Gehlenbeck die bekannte „Guns’n’Roses“-Coverband „Reckless Roses“ aus Ungarn zu Gast, auf deren zweistündigen Auftritt sich Gehlenbeck schon jetzt freut.

Und was passiert, wenn Corona ihm einen Strich durch die Rechnung macht? Die Szene hat sich geändert: Statt knüppelharter Verträge sind nun Verschiebungen und Optionen für neue Termine eine Selbstverständlichkeit. Und im Juni? „Das sollte bis dahin eigentlich kein Problem sein, das findet auf jeden Fall statt“, sagt Gehlenbeck.

War für März schon die Band „Sanity Law“ für einen Auftritt beim Zeltfest geplant, so hatte Gehlenbeck diese Feier wegen der gestiegenen Zahlen und der Auflagen verschoben – neuer Termin ist der 8. Oktober.

Gehlenbeck bestätigt, das sich die personelle Situation in der Veranstaltungsbranche geändert hat: Vorher waren nur wenige Fachleute für Licht- und Tontechnik in Festanstellung. Während der Pandemie hätten sich die vielen Freiberufler einen anderen Job suchen müssen, um Einkommen zu haben. „Und nun ist kaum noch einer da. Das ist ein ganz schwieriger Markt, wenn immer wieder alles abgesagt wird. Viele Musikkapellen, die sonst jedes Wochenende unterwegs waren, haben sich aufgelöst. Andere Musiker, die das nebenbei gemacht haben, haben gemerkt, das geht so auch – und wollen gar nicht mehr los.“

Was nicht gut und nach Buchungsproblemen klingt, sollten alle Feste wieder gefeiert werden können, die es vorher gab. Doch Gehlenbeck macht Mut: „Diejenigen, die dabeigeblieben sind, die haben richtig Lust. Und sind froh, überhaupt mal wieder auf die Bühne zu kommen.“

Dazu zählen auch die „Bayernstürmer“, die zum Oktoberfest am 23. September nach Kuppendorf stürmen... äh, reisen.  

Auch interessant

Kommentare