Sünkenberg folgt auf Behrens

Neuer stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr Holzhausen 

Heinrich Kammacher, Gerd Kemmann, Cord Sünkenberg, Lothar Behrens, Hartmut Nietfeld, Michael Lück und Horst Meyer (v.l.).

Kirchdorf - Mehrere schwerste Unfälle, ein Brand in einem Familienhaus: Die Einsätze in den zurückliegenden vier Wochen haben den Einsatzkräften in der Samtgemeinde Kirchdorf alles Können abverlangt. Dass sie über so fundierte Ausbildung und neuste Ausstattung verfügen, habe in einem Fall vielleicht einer Verletzten das Leben gerettet, sinnierte Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher bei der Vereidigung des neuen stellvertretenden Ortsbrandmeisters der Ortsfeuerwehr Holzhausen.

Da war in den zurückliegenden 18 Jahren Lothar Behrens. Der 56-Jährige kassierte Lob von Kammacher, Gemeindebrandmeister Gerd Kemmann, dessen Stellvertreter Michael Lück und Ortsbrandmeister Hartmut Nietfeld sowie Fachbereichsleiter Horst Meyer. Behrens sei eigentlich in seiner Art immer ruhig gewesen. Außer manchmal, sagt Kammacher. Immer dann, wenn die Sache es erforderte. Nach Angaben von Kemmann etwa dann, wenn die Sicherheitsbeauftragten der Kreisfeuerwehr etwas „im Argen“ bei einer der Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Kirchdorf befanden. Und damit den Sicherheitsbeauftragten Lothar Behrens auf den Plan riefen. „Doch bei uns liegt ja eigentlich nichts im Argen“, schmunzelt Kemmann.

Weiterhin wolle man die aktuellen Strukturen beibehalten, erklärte Kammacher entschieden. Man setze weiterhin auf zehn Ortsfeuerwehren in den Mitgliedskommunen. Kammacher hatte die Einsatzzeiten bei den jüngsten, schweren Unfällen als Beleg notiert: Keine fünf Minuten nach Alarmierungen hatten jeweils die ersten Fahrzeuge die Feuerwehrgerätehäuser verlassen. Und das tagsüber, mitten in der Woche, also zu Zeiten, zu denen gemeinhin davon ausgegangen wird, dass viele der Einsatzkräfte nicht gerufen werden können, weil sie auswärtig beschäftigt sind. Daher galt ein weiteres Lob des Verwaltungschefs für die Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren untereinander. Hier gebe es keinerlei Kompetenzgerangel, sondern immer zielgerichtetes Zusammenwirken – zum Wohle der Bürger.

Zwei Interessierte für den Posten

Und umso wichtiger sei es, dass es Nachfolger für die Führungsebene gebe. Mit dem Wunsch von Lothar Behrens, der sich nach 1999, 2005 und 2011 nicht erneut für eine Amtsperiode von sechs Jahren als stellvertretender Ortsbrandmeister zur Verfügung gestellt hatte, hatte es unter den Kameraden zwei Interessierte für den Posten gegeben. Beide sprachen sich aus, verriet Gerd Kemmann. Cord Sünkenberg, 35 Jahre jung, gerade Vater geworden, wurde für den Posten vorgeschlagen und einstimmig von Feuerwehr gewählt und vom Samtgemeinderat mit Sitzung vom 15. Juni bestätigt. Die Ernennung, inklusive des feierlichen Ablegens des Amtseides, nahm Heinrich Kammacher am späten Donnerstagnachmittag vor.

Behrens habe seinem Nachfolger das Feld bestellt: Gezeigt, dass Fortbildung ein wesentliches Muss ist, indem er zahlreiche Seminare und Lehrgänge absolviert und sich als Sicherheitsbeauftragter um die Einhaltung der Vorgaben für die Kameraden gekümmert hat. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus in Holzhausen sowie die Beschaffung des neuen Fahrzeuges trügen ebenso Behrens’ Handschrift, erklärte Kammacher. Obwohl Behrens aus dem Kommando der Ortsfeuerwehr Holzhausen ausscheide, bleibe er weiterhin Gruppenführer in der Kreisfeuerwehr für Einsätze im Rahmen des Katastrophenschutzes.

Ortsbrandmeister Hartmut Nietfeld erinnerte daran, dass andere Kommandomitglieder nach ihrem Rücktritt weiterhin eine 100-prozentige Dienstbeteiligung aufgewiesen hätten – ein fröhlicher Hinweis in Richtung von Behrens, der das mit einem ruhigen Lächeln quittierte. Cord Sünkenberg ist kein Neuling in Sachen Feuerwehr: 1997 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Jugendfeuerwehr Bahrenborstel-Holzhausen, wechselte im Jahr 2000 in die aktive Wehr und hat, laut Kammacher, alle notwendigen Seminare mit Bravour bestanden.

sis

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