Avacon-Umspannwerk Kirchdorf erweitert

Stromspeicherung Thema der Zukunft

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Hermann Karnebogen, Helko Krickemann (stellvertretender Bürgermeister Gemeinde Kirchdorf), Eric Grabher und Heinrich Kammacher (v.l.) vor dem zweiten 110000 Volt Schaltfeld.

Kirchdorf - 2009 gebaut, 2016 und 2017 bereits erweitert: Die Avacon als regionaler Netzbetreiber will auf der Höhe der Zeit bleiben beim Ausbau des Stromnetzes.

„Die Erweiterungen des Umspannwerkes Kirchdorf dienen vorrangig dazu, den Anschluss dezentraler Energieeinspeiser zu gewährleisten und den stetig wachsenden Anteil des aus Erneuerbaren Energien erzeugten Stroms ins Netz aufzunehmen und zu transportieren“, erklärt Kommunalreferent Hermann Karnebogen. 

Windkrafträder produzieren mehr Strom als nachgefragt wird

Mit dem Kollegen Eric Grabher hat er den Fachmann für die Umspannwerke der Firma an seiner Seite, der sowohl die 2016 erneuerte 20.000-Volt-Schaltanlage sowie das erst in diesem Jahr erstellte 110.000 Volt Leitungs- und Transformatoren-Schaltfeld erklärt. 

Die Kapazität der Anlage wurde verdoppelt, Avacon investierte 1,78 Millionen Euro in den Ausbau. Angesichts der aktuellen Temperaturen werde nicht so viel Strom angefordert, wie etwa im Winter, wenn die Heizungen auf Hochtouren laufen. 

Aufgrund der Flaute drehen sich die Windkrafträder nur mäßig, die Mitarbeiter des Netzbetreibers schalten sich übrigens täglich in deren Betrieb ein: Mitunter müsse die Leistung gedrosselt werden. Die jüngste Erweiterung der Leistungs- und Übertragungsfähigkeit des Stromnetzes sei zunächst ausreichend, sagen Grabher und Karnebogen. 

Stromspannungen und ausfallende Anlagen könnten kompensiert werden

Da in der Region mehr Strom aus Erneuerbaren Energien produziert werde, als abgenommen (im Landkreis Diepholz liege der Anteil im Netz von Avacon aktuell bei 164 Prozent), werde dieser Überschuss eingespeist und, vornehmlich, ins Ruhrgebiet transportiert. 

Für die Zukunft sei die Stromspeicherung das Thema. „Oder die Firmen gehen dahin, wo der Strom produziert wird – wie sie es einst auch getan haben“, kommentiert Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher das Missverhältnis zwischen produzierendem Norden und nachfragendem Süden der Bundesrepublik.

Etwaige Stromschwankungen, so erklärt Grabher, können dank der modernen Technik ausgeglichen werden. Die notwendigen Anlagen sind zudem gleich doppelt im Umspannwerk in Kirchdorf vorhanden – sollte ein Element ausfallen. Wann allerdings ein drittes Schaltfeld notwendig wird, vermögen weder Karnebogen noch Grabher vorherzusagen.

sis

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