Letzte Generalversammlung des Freistätter Vereins

Sportverein löst sich auf

Eine alte Postkarte, die Attraktionen Freistatts zeigt.

Freistatt - Punkt neun der Tagesordnung für die Generalversammlung des Sportvereins Freistatt: Auflösung des Vereins und Ernennung des Vorstandes zu Liquidatoren. Tatsächlich ist die Versammlung, zu der Vorsitzende Marita Sengstake-Sander für Dienstag, 15. November, um 19.30 Uhr in den Gemeinderaum der Kirche einlädt, die letzte.

Gegründet wurde der Sportverein am 1. Oktober 1968, eingetragen worden ins Vereinsregister sei er dann im Dezember des Jahres.

Etliche Sportarten habe man angeboten im Laufe der Jahre. Zwei relativ feste Sparten waren die Volleyball-Herren und die Seniorengruppe. Anfang der 1970er Jahre habe die Diakonie Freistatt eine der modernsten Hallen im Landkreis gebaut: Deshalb auch nutzten die Handball-Herren des TuS Wagenfeld und die Boxer des SV „Falke“ Wehrbleck nicht nur die Trainingszeiten dort – die Tribüne bescherte Zuschauer.

Damals gab es auch ein Schwimmbad in Freistatt und hier zogen die Mitglieder der Schwimmsparte ihre Bahnen.

Mitglied im Sportverein Freistatt waren auch zahlreiche Bürger aus dem benachbarten Barver.

Nach mehrfachen Verhandlungen musste der SV Freistatt im Jahr 2012 die Trainingszeiten aus dem Hallenbelegungsplan streichen lassen: Die verlangte Nutzungsgebühr hätte jegliches Maß gesprengt. „Wir hatten seinerzeit nur 40 Mitglieder. Erwachsene zahlen als Jahresbeitrag nur 30 Euro“, rechnet Marita Sengstake-Sander vor, warum aus dem Vereinsvermögen keine teuren Hallenzeiten finanziert werden konnten. Die da schon arg dezimierte Seniorengruppe unter Leitung von Frauke Käßner fand ein anderes Domizil, die Volleyballer nicht. 

Viele traten aus dem Verein aus: Ins Jahr 2016 startete der Verein mit nur noch 18 Mitgliedern, erklärt Sengstake-Sander. Die 49-Jährige bildet mit Frauke Käßner den Vorstand – und löst nun den Sportverein Freistatt auf. Das Vermögen, so lautet die Vorgabe, geht dann an die Gemeinde Freistatt, die das Geld für sportliche Zwecke verwenden möge. Freistätter, die sich sportlich betätigen möchten, nutzen Angebote anderswo. Laut Marita Sengstake-Sander gehe es zum Judo nach Barnstorf, zum Fußball nach Wehrbleck, zum Kunstturnen nach Sulingen.

Kurzum: Eltern leisten erhebliche Fahrdienste für ihre Kinder.

sis

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