TuS Barenburg investiert 30 000 Euro

Sportler nutzen Pandemiepause für Arbeiten

Dank gilt allen Sponsoren, hier, von links, Philipp Meier, Rolf Plenge und Karin Hoyer.
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Dank gilt allen Sponsoren, hier, von links, Philipp Meier, Rolf Plenge und Karin Hoyer.

Barenburg – Hat er den richtigen TuS erwischt? Hat er: Rolf Plenge von der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz überreichte jetzt eine Spende aus der „PS-Lotterie“: 1. 500 Euro, die der TuS Barenburg sehr gut gebrauchen kann. Die sportliche Pause nutzen die Akteure für Einsätze rund um die Sportstätte. Bänker Plenge, privat Schatzmeister im TuS Sulingen, kann sehr gut nachvollziehen, dass sich der TuS Barenburg um Sponsoren und Spender bemüht, denn die Arbeiten kosten: „Investiert werden hier etwa 30. 000 Euro“, erklärt TuS-Chefin Karin Hoyer.

Die Planungen haben bereits im Winter 2019 begonnen, doch bevor sie an Fahrt aufnehmen konnten, hat die Coronapandemie alles stocken lassen. „Das ließ uns Zeit, Informationen zusammenzutragen“, sagt Philipp Meier, Spartenleiter Fußball im TuS Barenburg. Letztlich blieb Zeit für viele Informationen: FC Sulingen und der SV Lessen hatten bereits Erfahrungen in Sachen Beregnungsanlage und hielten mit guten Ratschlägen nicht hinterm Berg.

Eine Projektgruppe wurde gegründet. In der hätten sich besonders Fabian Imkenberg und Falk Thannhäuser eingebracht: „Die haben sich echt reingekniet. Spitzenklasse“, lobt Meier. Das Spezialthema Elektrik samt neuer Leitungen für notwendige Anschlüsse ist gesichert. Die Pflasterarbeiten koordinierte Till Stratmann, Meier ist begeistert: „Man muss nicht großartig nachfragen, wer hilft. Alle sind motiviert – und machen.“ Die Pflastersteine sind übrigens nicht neu: Sie stammen aus dem Ortskern und bleiben nun, nach der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt, im Flecken.

Philipp Meier, der sich die Herrenfußball-Spartenleitung mit Bennet Lüdecke teilt, hat die Kicker für einen Einsatz ohne Ball gewinnen können: Für die neuen Mähroboter mussten Kabel verlegt werden und auch für die neue Beregnungsanlage entsprechende Rohre. Beim Thema Beregnungsanlage kamen Fragen auf: Würde die bisherige Pumpe ausreichen? Nein, würde sie nicht – das habe ein örtlicher Brunnenfachmann (im Einsatz am Platz vor dem Speicher, um dort das Wasserspiel zu reparieren), auf spontane Nachfrage feststellen können. Also musste eine neue Pumpe passgenau ausgesucht werden, damit Wasser die insgesamt 22 über den Fußballplatz verteilten Beregnungsdüsen (jede mit einer Wurfweite von 18 Metern) auch erreicht. Bewässert wird ausschließlich der obere Platz, inklusive des Halbkreises im Westen, ohne den Halbkreis mit der alten Sprungkuhle. „Der untere Platz ist nass genug, der musste noch nie bewässert werden“, sagt Karin Hoyer. Also, fast nicht: Mit den bisherigen Bewässerungsschläuchen sei in sehr trockenen Sommern Wasser auf kahle Stellen gebracht worden.

Derweil waren TuS-Vertreter auf Sponsorensuche. Neben der Sparkasse habe sich auch das Energieunternehmen „innogy“ beteiligt, Gemeinde und Samtgemeinde als Geländeeigner hätten Gelder bereitgestellt, das Land Niedersachsen fördere über den Kreissportbund die Beregnungsanlage. Dazu gesellten sich private Sponsoren, die „so großzügig waren, damit haben wir nicht gerechnet“, dankt Karin Hoyer.

Sssssss: Horst futtert sich leise über den Rasen des Sportplatzes in Barenburg.

Die neue Elektrik samt Leitungen war notwendig, damit „Heino“ und Horst“ wissen, wo sie lang müssen. Heino und Horst haben die TuS-Sportler die beiden neuen Mähroboter getauft, die nun eine Auftankstation zwischen den beiden Sportplätzen haben. 12 000 Quadratmeter sollen sie schaffen, mit einer Akkuladung. Horst und Heino (getauft in Anlehnung an die beiden echten Gemeindearbeiter Heino Ruröde und Horst Rieke) rücken aber nur aus, wenn sie den Rasen unter sich haben. Soll heißen: Sind die Halme zu lang, müssen die Sportler einmal vormähen. Zu nass und zu kalt darf es übrigens auch nicht sein. Wie das Prozedere klappt, wenn der Trainings- und Spielbetrieb wieder auf vollen Touren läuft, bleibe abzuwarten, sagt Meier. Bisher sei man sehr zufrieden.

Die Arbeiten hätten schneller durchgeführt werden können – aber der TuS achtete penibel darauf, dass nicht zu viele Helfer vor Ort waren und diejenigen im Einsatz auch alle weiteren Auflagen erfüllten.

Jetzt muss es nur noch mal mit dem Aufstieg klappen. Die Damen laufen bereits in der Kreisliga auf, da wollen die Herren gerne auch hin. In der vorvergangenen Saison scheiterten sie am grünen Quotienten-Tisch, in der laufenden Saison wurde nur wenige Monate gespielt. Zu wenig, deshalb steige keiner auf. Und wie ist die Spielpraxis aktuell? „Oh je... einige haben mal privat aufs Tor geschossen. Ich denke, wir benötigen mindestens sechs Wochen Vorbereitung, damit wir ohne Verletzung durchkommen“, sagt Philipp Meier und muss lachen. Apropos Tore (also die fürs Training): Die haben jetzt Rollen...

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