SPD-Landtagsabgeordneter Grant Hendrik Tonne startet neue Gesprächsreihe / Flüchtlinge bewegen Barenburger Bürger

Ernste Themen bei Kaffee und Kuchen

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Gespräch mit Grant Hendrik Tonne in Barenburg bei Günter und Christa Schwiers (v.r.).

Barenburg - Wie kann man mal anders Bürger erreichen, mit ihnen ins Gespräch kommen, ungezwungen? Bei Kaffee und Kuchen in privaten Wohnzimmern, dachte sich Grant Hendrik Tonne, SPD-Landtagsabgeordneter und parlamentarischer Geschäftsführer. Die Idee kommt gut an, bestätigten die Kaffeegäste von Christa und Günter Schwiers aus Barenburg, am Donnerstagnachmittag Gastgeber der neuen Besuchsreihe.

Das Thema, das am intensivsten unter den Nägeln brennt: Flüchtlinge. Tonne liefert Zahlen dazu, erklärt auch gleich zu Anfang: „Die Perspektive ist unklar.“ Wieviele Menschen noch kommen werden, wann – unbekannt. Tonne macht keinen Hehl aus seinen Forderungen nach weniger Bürokratie und fordert flexible und schnelle Lösungen für anstehende Probleme, fordert schnelle Bearbeitung der Asylanträge, die müsse man zudem schneller stellen dürfen.

Allgemeingültige Aussagen gebe es für manches einhergehende Problem nicht. Grant Hendrik Tonne schildert gute Ideen, etwa für Flüchtlingskinder im Schulalter: An einer Schule kommen die Flüchtlingskinder eine halbe Stunde früher, erhalten täglich von einer der Lehrkräfte, die sich abwechseln darin, gesonderten Deutsch-Unterricht.

Eine andere Schule zieht die Flüchtlingskinder täglich stundenweise aus den Klassen zusammen für Deutschunterricht. Anderswo in Tonnes Wahlkreis kommen Erwachsene, Frauen und Männer, für Sprachunterricht und Integrationskurse durch Ehrenamtliche zusammen. Während der Zeit sind andere Ehrenamtliche vor Ort, betreuen die kleinen Kinder.

Ob Projekte oder Finanzierung: Für Grant Hendrik Tonne kommt nur eine gemeinsame Lösung in Frage, eine, die die EU-Länder gemeinsam leisten. „Jeder ist gefordert.“ Dazu seien immer Gespräche notwendig – und letztlich könnten die Flüchtlingsströme nur dann gestoppt werden, wenn wieder Frieden in den Kriegsgebieten herrscht.

Für Tonne sind die Gespräche im Wohnzimmer eine Chance, Probleme aufzunehmen, die die Bürger bewegen und generell Themen auszutauschen. Die Teilnehmer in Barenburg freuten sich ihrerseits über einen „Politiker zum Anfassen“. Weitere Termine sollen folgen, Gastgeber melden sich im Büro des Landtagsabgeordneten, Tel. 05021/3866, E-Mail: nienburg@ghtonne.de.

sis

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