Sonntag Info-Termin: „Schöpferische Pause“ des Arbeitskreises beendet

Chronik nimmt wieder Fahrt auf

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Dorfleben einst im ländlich geprägten Scharringhausen.

Scharringhausen - Die schöpferische Pause ist beendet: Die Mitglieder des Arbeitskreises „Dorfchronik Scharringhausen“ kehren mit frischer Motivation zurück an die Arbeit an der Aufzeichnung der Dorfgeschichte. „Wir möchten am kommenden Sonntag, 3. April, um 15 Uhr im Schützenhaus in Scharringhausen für alle interessierten Einwohner einen Informationsnachmittag veranstalten“, lautet die Einladung an die Bürger, mitzuhelfen.

Hauptaugenmerk ist die Geschichte der Scharringhäuser Einwohner. Nicht alle Hausnummern zwischen 1 und 130 sind seit dem Jahr 1238 vergeben worden. Das Jahr wird als Gründungsjahr der Ortschaft angesehen, man habe das Jubiläum zum 750-jährigen Bestehen leider „verschlafen“, bedauert Wolfgang Reuschel vom Arbeitskreis. Das 777-Jährige im Jahr 2015 kam leider zu früh für die Dorfchronik. Anders als viele Ortschaften „drumherum“ geht es bei den Scharringhäusern in Sachen Chronik darum, überhaupt erst einmal einen historischen Grundstein zu legen. Bisher gibt es kaum Aufzeichnungen und Unterlagen – umso mehr sei man angewiesen auf die Unterstützung der Einwohner. Fotos, Erzählungen, Unterlagen, Belege, Stammbäume – all das böte sich an, die Geschichte des Ortes aufzubereiten. All das könne gerne am kommenden Sonntag mitgebracht werden.

Man habe zwar schon einiges an Material, etwa die Hälfte der Einwohner habe die Familien- und Hausgeschichte bereits notiert und an den Arbeitskreis weitergereicht. „Den Informationsnachmittag möchten wir nun dazu nutzen, unsere bisher gesammelten Geschichten und Fotos sowie auch den geschichtlichen Teil und das Inhaltsverzeichnis mit einigen Beispielen vorzustellen“, erklärt Wolfgang Reuschel und bietet an, dass die Mitarbeiter der Dorfchronik ins Haus kommen, um die Geschichte aufzuschreiben.

Dankbar wären die Heimatpfleger auch über noch mehr Fotos und Erzählungen aus Scharringhausen zu besonderen Ereignissen sowie Sitten und Gebräuchen von früher bis in die heutige Zeit.

Reuschel erinnert etwa an eine Bombenräumung, irgendwann in den Jahren 1970 bis 1980. Zwar habe die Familie von der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg direkt neben ihrem Wohnhaus (an der Bundesstraße 61) gewusst, aber das Loch damals einfach zugeschüttet. Jahrzehnte später tauchte das Thema aufgrund von Umbaumaßnahmen buchstäblich wieder auf. Festgestellt wurde, dass es sich um eine scharfe Fliegerbombe gehandelt hatte.

Reuschel nennt zudem einen Flugzeugabsturz im nahen Moor als besonderes Ereignis. Scharringhausen sei auch Gastgeber des Kreiskönigstreffens gewesen (1995). Darüberhinaus würden in der Ortschaft die üblichen Sitten und Gebräuche auf dem Land gepflegt, ob zu Hochzeiten oder mit dem Maibaumpflanzen.

Zwar habe der Arbeitskreis sich noch kein genaues Datum für die Veröffentlichung gesetzt, die Zeit dränge dennoch: Zeitzeugen nämlich gebe es immer weniger. Mit Heinrich Plenge führe Reuschel viele Gespräche über die Dinge in Scharringhausen – immerhin kann sich Plenge an vieles aus seinem fast neun Jahrzehnte währenden Leben noch gut erinnern.

Übrigens gibt es auch jüngere Mitglieder im Arbeitskreis, etwa Frauke Lohmeier, Christina Gerdes und Judith Dujat, die einen Blick auch auf der jüngeren Ortsgeschichte werfen. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen.

Und dann gibt es doch einen Wunschtermin für die Dorfchronik: 2018, wenn Scharringhausen 780. Geburtstag feiert, dann wolle man die Chronik vorlegen können.

sis

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