Wer sich an die Regeln hält...

Fehlende Straßenbeschilderung und Gefährdung

Die fehlenden Schilder an der B 61 wurden am Montag aufgestellt. Foto: sis
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Die fehlenden Schilder an der B 61 wurden am Montag aufgestellt.

Barenburg - Wem wohl aufgefallen ist, dass es seit Montag zwei neue Schilder entlang der Bundesstraße 61 gibt? Fahrschullehrer Fritz Griewe bestimmt, der Kirchdorfer ist täglich auf der Straße unterwegs. Seit der Freigabe der neuen Ortsumgehung Barenburg allerdings haben Griewe und Fahrschüler etliche unschöne und mitunter gefährliche Situationen erlebt.

Warum? Weil eben jene zwei Schilder fehlten: Auf dem Weg von Kirchdorf nach Sulingen wurde, bisher, die Geschwindigkeit an gleich zwei Stellen auf 70 km/h gedrosselt - aber diese Begrenzung beide Male nicht aufgehoben. Außer Griewe, der seine Fahrschüler im Einhalten von Geschwindigkeitsbegrenzungen schult, ignorieren fast alle anderen Verkehrsteilnehmer die Vorgabe.

Die Fahrt von Kirchdorf nach Sulingen wird in Höhe Hollenberg mit einem Überholverbot belegt, ohne Tempolimit. Nach der Straßenverkehrsordnung für Bereiche außerhalb geschlossener Ortschaften auf der Bundesstraße gilt hier „Tempo 100“. Es ist unübersichtlich, weil die Straße in einer geschwungenen Linkskurve über eine Kuppe führt. Das Überholverbot also „leuchtet ein“.

Die erste Abfahrt nach Barenburg naht und das Tempo wird auf 70 km/h gedrosselt– doch nach der Abfahrt nicht wieder aufgehoben. „Warum ist hier Tempo 70, auf gerader Strecke, auf einer neuen Straße?“ wird Griewe von seinen Fahrschülern gefragt. Wer mit Tempo 70 hier entlangfährt, riskiert, alle folgenden Verkehrsteilnehmer zu erzürnen.

Griewe und seine Fahrschüler haben noch keine Antwort auf die Frage gefunden, da folgt das nächste Schild, das „Tempo 70“ vorgibt. „Habe ich das Schild übersehen, das die andere Begrenzung aufgehoben hatte?“ wundert sich der Fahrschüler. „Nein, da war keines“, antwortet Fahrlehrer Griewe. Schild eins, das fehlte. Man fährt vorschriftsmäßig, Tempo 70, keine Aufhebung in Sicht, auch nach der Ampel an der Abzweigung nach Barenburg/Auf dem Schwege nicht. Vier Autos überholen den Fahrschulwagen: „Die Fahrer schütteln den Kopf, einer hupt sogar und bedrängt uns“, ärgert sich Griewe. Bis zum Bahnübergang vor Sulingen gilt, da keine Aufhebung erfolgt, „Tempo 70“. Die Fahrstunde durch das Mittelzentrum beschert dem Fahrschüler weitere Temporegelungen, etwa vor Schulen und der Klinik. Dann geht es zurück nach Kirchdorf. Hinter dem Bahnübergang in Höhe Stehlen wird die Begrenzung aufgehoben und bis zur Ampel in Barenburg gilt „Tempo 100“, dann wieder „70“ - ohne Aufhebung bis Kirchdorf.

Seit gestern ist das anders: Volker Töllner vom zuständigen Fachbereich des Landkreises hat gezielt nachgehakt bei der Straßenmeisterei, die die Schilder aufstellt: Die Anordnung hatte ja vorgelegen und noch im Januar hatte ein Ortstermin bezüglich der Straßenführung mit Politik und Verwaltung stattgefunden.

Griewe hatte den Hinweis auf fehlende Schilder (und daraus resultierende Gefährdung) bereits vor Wochen weitergegeben, sagt er - denn nicht nur die Fahrschüler fragen sich: Besteht bei einer so fehlerhaften Beschilderung nicht die Gefahr, dass man Geschwindigkeitsbeschränkungen völlig ignoriert, weil man sie nicht einsieht? Und es dann zu schweren Unfällen kommen kann?

Seit Montag müssen die Verkehrsteilnehmer, die sich tatsächlich an die Vorgaben gehalten haben, nicht mehr fürchten, genötigt zu werden. Es darf auf „Tempo 100“ beschleunigt werden auf den Streckenabschnitten außerhalb der Ortschaften und der Einmündungsbereiche.

Aber manchem ist ja auch das, wie jeder weiß, nicht schnell genug...   sis

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