Jubiläumsfeier von Erhard Plate am 8. Mai

Seit 50 Jahren an der Orgel

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Erhard Plate.

Kirchdorf - „Geh aus mein Herz und suche Freud“: Ein beliebtes Kirchenlied, es steht auf der Favoritenliste von Erhard Plate auch sehr weit oben. Und im Monat Mai die „Maien-Lieder“ – die werden halt nur in diesem einen Monat gespielt, bei Kirchens.

Und bei „Kirchens“ in Kirchdorf sitzt seit 50 Jahren in der Regel Erhard Plate an der Orgel. Das ist ein nicht alltägliches Jubiäum.

Und wer hätte einst bei Anblick des jungen Beatnicks an den Tasten gedacht, dass der im Jahr 2016, mit 67 Jahren sein 50-jähriges Jubiläum als Organist der Kirchengemeinde feiern würde? Plate hat damals das wilde Musikerleben genossen, mit Auftritten in den Lokalen rund umzu. Und dank der pünktlichen Weckdienste von Ehefrau Erika es auch immer zu Beginn des sonntäglichen Gottesdienstes auf den Schemel an die Orgel geschafft. Er braucht das einfach. Urlaube tritt er gerne montags an, Rückkehr: natürlich Samstag.

In Vorbereitung für den kommenden Sonntag, 8. Mai, ist ein besonderer Gottesdienst, Beginn ist um 17 Uhr. Verraten wird sonst nix. Außer: Im Anschluss soll es gesellig werden, das Jubiläum möchte Plate mit der Gemeinde feiern. Die meisten kennt er ja: Taufgottesdienst, Konfirmation, Hochzeiten, Beerdigungen, es gibt viele kirchliche Anlässe, bei denen Musik an der Orgel gefragt ist.

Wer sie am kommenden Sonntag spielt? Vertretungen übernehmen sonst Antje Zorn und Heike Plenge. Der Posaunenchor, den Plate sonst leitet, dirigiert am Sonntag sein Stellvertreter, Michael Kopecki. Wie lange mag er noch als Organist tätig sein? „So lange Hände und Füße gelenkig bleiben“, sagt Erhard Plate. Und spielt „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Seine Freud hat Plate ja bereits früh in der Musik gefunden. Zur Beatband „Mystics“ gehörten Friedrich-Wilhelm Schmidt aus Wagenfeld, die Brüder Günter und Wolfgang Wietelmann aus Wehrbleck sowie Ingo Hoffmann aus Diepholz. Ob Posauenchor, „Kirchdorfer Musikanten“ oder „Holthüser Dörpkapelle“: Immer steht Plate vorne und gibt den Takt an. Dass der Organist der Kirchengemeinde auch Blasmusik macht – das sei andernorts verpönt, in Kirchdorf nicht. Auch nicht unter dem neuen Pastor Bachhofer, dem sechsten, den er in KIrchdorf erlebt, nach Cornelius Schacht, Joachim Kuklik, Helga Herzer, Michael Herzer und Wolfgang Gerdes. Kuklik wird am Sonntag die Predigt halten. Die Lieder seien speziell ausgesucht, damit die Gemeinde sie mitsingen könne, sagt Erhard Plate. Vielleicht füllen sich die Ränge der größten Kirche im Landkreis ja an diesem Tag – meist sitz der Organist allein auf dieser Etage. „Das genießen ich ja ein bisschen“, verrät Plate. Er braucht das, sagt Plate nochmal während des Interviews und spielt mit der rechten Hand „Morning has broken“ von Cat Stevens. Haben andere Kirchen nicht auch schöne Orgeln? Ja, die Varreler möge er, wegen des guten und barockigen Klanges. Er sei ja Amateur an der Orgel, kein Profi, deshalb spiele er nicht an großen Orgeln.

Darüber darf diskutiert werden, nach dem Gottesdienst bei Bratwurst und Freibier vom Fass im Kirchgarten. 

sis

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