Arbeitseinsatz steht bevor

Anbau verschafft dem Schützenverein Erleichterung

Eine Grundrisszeichnung zeigt den Bereich des Anbaus an das Schützenhaus in Strange.

Wehrbleck-Strange - Der Blick in die Chronik verrät schnell, wie gesellig es seit der Gründung des Schützenvereins Strange-Buchhorst zugeht: „Wenn dat Schützenfest gaut weern schall, denn mot de König an'n Bodden leegen.“ Ein Kommentar, der Heinrich Logemann zugeschrieben wird. Der ist stellvertretender Präsident des am 31. Oktober 1925 gegründeten Vereins, als er am 14. Juli 1926 im Graben liegt, mit dem Karabiner 98er zielt, trifft –  und als erster Schützenkönig des Vereins in die Annalen eingeht. Elf Schluck hätten damals eine Mark gekostet, für einen Taler bekam man 34 Stück...

Ein paar Cent mehr müssen heute gezahlt werden, aber seine Gastgeberqualitäten hat der Schützenverein gerade erst im September unter Beweis gestellt – das Kreiskönigstreffen haben die gut 230 Mitglieder fast in Eigenregie gestemmt. Präsident Klaus Ahlers bereitet für die Jahreshauptversammlung den Kassensturz vor, immerhin können die Überschüsse komplett in das Bauvorhaben gesteckt werden. Das könnte dank der sehr guten Unterstützung durch die Mitglieder und die Geld- und Sachspenden der Sponsoren für die Tombola ein stattlicher Betrag werden. Ahlers will am 13. Januar im Schützenhaus (Beginn: 20 Uhr) berichten, wie die etwa 85 000 Euro finanziert werden, die für den geplanten Anbau das Schützenhaus an Kosten errechnet wurden. 

Für den Neubau des Luftgewehrschießstandes, der 1991 gefeiert wurde, haben die Mitglieder seinerzeit 3 000 freiwillige Arbeitstunden geleistet, die Gemeinde förderte den Bau mit einem Zuschuss, ebenso der Kreissportbund. So ähnlich sieht die bisherige Rechnung von Klaus Ahlers aus: Die Mitglieder seien eingeplant mit ehrenamtlichem Arbeitseinsatz, der Zuschussantrag an die Gemeinde gestellt. Der Überschuss aus dem Kreiskönigstreffen, Vereinsvermögen und ein Darlehen sollen die Kosten tragen. 

Seit 1973 gibt es eine eigene Damenschießgruppe im Verein. Wäre es nach den Damen gegangen, man hätte sie bereits einige Jahre früher gegründet, doch: 1970 wurde der Antrag bei der Jahreshauptversammlung abgelehnt. Zunächst absolvierten die Damen und die Herren gemeinsam Übungsschießen – „aber das ging nicht lange gut“, heißt es in der Chronik. Gute Laune, gute Gastgeberqualitäten – was den Schützen in Strange heute fehlt, ist dieser Anbau. Grund ist, unter anderem, die veraltete WC-Anlage. Da der Bereich des Schützenhauses nicht an das Kanalnetz angeschlossen sei, ist die abflusslose Klärgrube eine Option. „Die wir auch künftig haben werden“, erklärt Ahlers. 

Arbeiten beeinträchtigen Schützenfest

Die Genehmigung für die neue Grube liege vor, der Verein warte aktuell auf die Baugenehmigung für den Anbau. Der umfasst, als wichtigstes Element, neue WC-Einheiten für Damen und Herren, beheizt. Die Miete von Toilettenwagen oder der Gang auf die jetzt gebotenen Toiletten im unbeheizten Gebäude des ehemaligen Hühnerstalls sollen mit dem Anbau ein Ende haben. 

Die Arbeiten werden wohl bis zum Schützenfest im kommenden Jahr nicht beendet sein. Für das Fest habe man mit Jens Fischer bereits einen neuen Festwirt verpflichten können, ausgelegt zunächst für ein Jahr. Auf 30 Jahre festgelegt hingegen ist der Pachtvertrag mit Familie Helms für den Bereich des Schützenhauses – genehmigt ist auch der Abriss des ehemaligen Hühnerstalls, um den Anbau realisieren zu können. Geklärt sei dabei das Fällen dreier Bäume: Eine Eiche, die in den Hühnerstall gewachsen ist, sowie zweier, laut Ahlers, abgestorbener Bäume. Der Schützenchef hat bereits Telefonnummern freiwilliger Helfer notiert – liegen die Genehmigungen vor, erfolgt der Aufruf zum Start der Arbeitseinsätze.

sis

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