Mit Festprogramm am 2. Oktober

Schützendamen feiern 50-jähriges Jubiläum

Das Repro zeigt die Holzhauser Schützendamen im Jahr 1991 mit ihrem Gründer Alfred Stelloh.

Holzhausen - Die Rüschen haben sie abgelegt: 1966 sollte es noch die weiße Bluse mit jener Verzierung sein, heute aber reicht die schlichte Version der Oberkleidung. Dazu eine grüne Weste und ein schwarzer Rock: Fertig ist der Dress, in dem die Holzhauser Schützendamen seit 1977 offiziell daherkommen.

Für Sonntag, 2. Oktober, wird das 50-jährige Jubiläum der Damenschießgruppe angekündigt. „Das ist ein Grund zum Feiern“, dachten sich Vorstand – und Vorstandsdamen. Das Programm ist straff: Um 16 Uhr treffen sich die Holzhauser Damen zum Fototermin, für 17 Uhr sind die Gäste zum Schießstand am ehemaligen Vereinsgasthaus „Zum Hirtenhorn“ (Plenge) eingeladen, die Einladungen sind an 15 Vereine verschickt worden. Aktuell haben sich bereits über 250 Schützen angemeldet.

Neben Schützenpräsident Manfred Koch werden Ehrengäste Ansprachen halten, ein spezieller Ehrentanz, ein kleiner munterer Wettstreit und Überraschungs-Vorführungen dienen der Kurzweil. Für 18 Uhr ist das Grillbuffet in Vorbereitung. Dass es überhaupt eine Damenschießgruppe im 1908 gegründeten Schützenverein gibt, ist Schießwart Alfred Stelloh zu verdanken. Er gab die Anregung dazu. „Der Anreger übernimmt die Betreuung“, beschlossen die Schützen, festgehalten im Protokoll vom 7. Januar 1966. „Steger gab schon mal seine Schützenjacke, damit die Damen ein ruhiges Händchen bekamen“, berichtet Schützenpräsident Manfred Koch.

Seitens der Holzhauser Schützenherren gab es übrigens zahlreiche Proteste. Die wurden insbesondere 1974 laut, als die Damen vollwertige Mitglieder im Schützenverein werden sollten. Der Damenschießgruppe schlossen sich schnell etliche Bürgerinnen an, bereits zum 25-jährigen Jubiläum 1991 sind es über 50 Damen. Aktuell zählt der Schützenverein Holzhausen gut 300 Mitglieder, 130 davon Damen: „Das sind fast 44 Prozent aller Mitglieder“, so Koch. 

Die übrigens auch treffsicher seien: 1982 haben sie ein drittes Mal den Samtgemeindepokal gewinnen können, den sie dann auch behalten konnten. Um die Königswürde dürfen sie dennoch erst seit 2012 schießen – und stellten in kurzer Zeit auch bereits zwei Majestäten. Für den 2. Oktober wird eine besondere Ehrung angekündigt: Mit Elsie Müller, Helga Plenge, Lisa Koch, Giesela Behrens und Lieschen Meier werden Schützendamen der ersten Stunde ausgezeichnet.

sis

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