Dillenmoor eingemeindet / Polizei kontrolliert

Barenburg: „Schleichweg“ ist ab sofort tabu

Der Ortsteil Dillenmoor gehört jetzt ganz offiziell zu Barenburg: Sandra Meißner, Heinrich Kammacher und Hermann Dencker (von links) am neuen Ortsschild.
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Der Ortsteil Dillenmoor gehört jetzt ganz offiziell zu Barenburg: Sandra Meißner, Heinrich Kammacher und Hermann Dencker (von links) am neuen Ortsschild.

Barenburg – Pressetermin beim nigelnagelneuen Ortsschild, das jetzt den nördlichen Ortsteil Dillenmoor als innerörtlichen Teil der Gemeinde Barenburg ausweist. „Ich freue mich, dass wir heute hier...“ Achtung, Platz machen, der Paketdienstwagen will durch. Moment, wohin will denn der? Er biegt links ab, in Richtung Ortsmitte. Darf er aber nicht. Nicht mehr.

Ein Musterbeispiel wie auf dem Präsentierteller: Die Straße „Dillenmoor“ als Schleichweg, bisher nicht wirklich verboten laut Straßenverkehrsordnung. Bis zu 300 Fahrzeuge täglich habe man durch die Verkehrszählung notiert, berichtet Sandra Meißner, kommissarische Fachbereichsleiterin Bürgerservice.

Bis zu 300 Fahrzeuge täglich

300 Fahrzeuge: Keine Anwohner des Ortsteils Dillenmoor, nicht nur Einwohner der Gemeinde – kurz: Eine bunte Mischung an Verkehrsteilnehmern, die es als eine Abkürzung wähnten, von der Bundesstraße 61 abzubiegen auf die Straße Dillenmoor, dann einen landwirtschaftlichen Weg zu nutzen, um in den Ortsteil Munterburg zu gelangen und so weiter ihres Weges zu fahren. „Umfahren“ haben sie dabei den eigentlichen Verlauf der Ortsumgehung im Zuge der Bundesstraße 61 samt Ampelschaltung mit offizieller Wegeführung in die Ortschaft und auf die Kreisstraße 19 nach Varrel. Das war ein Ärgernis für die Anwohner im Bereich Dillenmoor, die bereits mit großen Betonpflanzringen entlang der Straße, bunt angemalt, darauf hingewiesen hatten, dass hier, bitte, auf spielende Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren Rücksicht zu nehmen sei. Es half nichts.

Anwohner erhalten „Passierschein“

Der Bereich Dillenmoor war bisher nicht Teil der geschlossenen Ortschaft Barenburg. Nun aber, und neue Ortsschilder belegen sichtbar die formale „Aufnahme“. Der als „Schleichweg“ genutzte landwirtschaftliche Weg, einst als solcher im Rahmen der Flurbereinigung angelegt, ist zudem künftig für den regulären Straßenverkehr gesperrt. Schilder weisen darauf ausdrücklich hin. Die Durchfahrt ist damit nur landwirtschaftlichen Fahrzeugen erlaubt – und den Anwohnern des Dillenmoors, die eine Art Passierschein besitzen, um diesen Weg nutzen zu können.

Der „Schleichweg“ in den Flecken ist gesperrt, der landwirtschaftliche Weg als solcher weiter nutzbar. Die Polizei kontrolliert das ab kommender Woche verstärkt.

„Wir sind froh, dass die Häuser dieser Siedlung, gebaut in den 1960er Jahren, allesamt bewohnt sind. Es herrscht kein Leerstand“, sagen Bürgermeister Hermann Dencker und Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher. Die Bewohner seien altersmäßig bunt gemischt, von der jungen Familie bis zu alteingesessenen Bürgern.

Polizei kontrolliert Durchfahrverbot

Damit die Zeiten des „Schleichweges“ beendet sind, die Vorgaben auch eingehalten werden, werde die Polizei den Bereich ab der kommenden Woche öfters kontrollieren, kündigt Heinrich Kammacher an. Eine tatsächliche Abkürzung sei der Weg eigentlich nicht, mehr eine „gefühlte“ Zeitersparnis, ob der Ampelanlage, erklärt Hermann Dencker.

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