Nach 30 Jahren als Vorsitzende legt Ingelore Eickhoff die Arbeit in jüngere Hände / Nachfolgerin ist Christina Gerdes

Arbeit im DRK Ortsverein bleibt wichtig

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Ingelore Eickhoff legt den DRK-Vorsitz in jüngere Hände.

Scharringhausen - Man kann es durchaus als Ende einer Ära sehen: Nach 30 Jahren als quirlige Frontfrau des DRK Ortsvereins Scharringhausen legt deren erste Vorsitzende die Geschicke des Vereins in jüngere Hände. Nachfolgerin von Ingelore Eickhoff wird Christina Gerdes.

Eickhoff ist seit 1979 Mitglied im Deutschen Roten Kreuz. Sie wurde im April 1985 von Ida Dora Blüthgen aus Sulingen ermuntert, einen eigenen Ortsverein in Scharringhausen ins Leben zu rufen. „Gemeinsam mit Edith Gräper Christel Symkenberg, Inge Oldenburg, Ilona Meißner und Giesela Hoffmann, stellten wir uns bei der Gründungsversammlung am 10. Dezember 1985 zur Wahl. Spontan traten 32 Mitglieder bei, die bis dahin zum Teil dem Ortsverein Kirchdorf angehört hatten“, erinnert sich Eickhoff, die mit 27 Jahren damals die jüngste Vorsitzende im Landkreis Diepholz war. Zeit für einen kurzen Blick auf die Arbeit in einem DRK Ortsverein.

Gibt es ein besonderes Erlebnis, das in Erinnerung geblieben ist?

Ingelore Eickhoff: Euphorisch und voller Tatendrang haben wir viele schöne und auch wichtige Aktionen durchgeführt. Blutspendetermine, gesellige Zusammenkünfte, Unterstützung bei Hilfstransporten, Kleidersammlungen, Vorträge und mehr. Alles immer als Team. Zum fünfjährigen Bestehen sendete der Bremer Container live aus Scharringhausen aus Plenges Saal, weil ich so stolz auf „meinen“ Verein war.

Mit der Feier zum Zehnjährigen wurde ich komplett überrascht. Das ganze Dorf wusste Bescheid, nur ich nicht, war schon klasse. 2002 haben wir ein Kochbuch erstellt. Das ganze Dorf war aufgerufen, jeder sollte sein bestes Rezept beisteuern. Den stattlichen Reinerlös überreichten wir an das Kinderhospiz Löwenherz.

Was kennzeichnet die Arbeit des DRK?

Eickhoff: Mir war immer das Miteinander und Füreinander zu den umliegenden Ortsvereinen wichtig. Jahrelang gab es Dreiertreffen.

Stolz war ich, weil sich die Mitglieder in großer Zahl als Helfer bei der Kreisjugendfeuerwehrzeltlagern in Kirchdorf und Bahrenborstel zur Verfügung stellten. Wieder zeigte sich das gute Miteinander, was ich nicht missen möchte.

Heute zählt unser Ortsverein 79 Mitglieder und wir freuen uns, dass auch schon viele Jahre zehn Männer dazu gehören.

Frage: Warum ist der DRK Ortsverein wichtig, auch 2016?

Eickhoff: Das beantwortet schon die Frage, was die Arbeit im DRK kennzeichnet, denn natürlich haben wir uns das Helfen auf unsere Fahne geschrieben. Aber es muss jedem auch Spaß machen. Wie wichtig und nötig das Blutspenden ist, erlebe ich als Krankenschwester hautnah, wenn bei uns Patienten, manchmal am Tag nach einem unserer Blutspendetermine, eine Bluttransfusion brauchen.

Wir versuchen Einnahmen beim Basar weiterzureichen an Tafel, Essen auf Rädern, Schwesternstation und andere. Wir konnten unseren kleinen Beitrag leisten, als Hochwasser Teile Deutschlands erfasste und sogar, als der Tsunami vielen Menschen auf dem Philippinen ihre Existenz raubte. Ich hoffe und wünsche mir, dass weiterhin viele Menschen Freude und Erfüllung darin finden, für Andere Gutes zu tun, denn auch in 2016 gibt es große Herausforderungen. Stichwort: Flüchtlinge. Auch in Scharringhausen sind die ersten Flüchtlinge untergebracht und ich bin zuversichtlich, dass ihnen von unserem Ortsverein geholfen wird. Das neue Team diskutiert bereits. So habe ich mir das vorgestellt: mit neuem Schwung, neuen Ideen geht es weiter. Ich möchte das natürlich auch künftig unterstützen, nur ein bisschen weniger vorne, um meine Zeit anders verteilen zu können.

sis

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