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Sanierung der Brücke über die Große Aue in Varrel dauert länger

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Von: Sylvia Wendt

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Das neue Geländer ist bereits montiert. Die Sanierung der Brücke in Varrel verzögert sich jedoch noch.
Das neue Geländer ist bereits montiert. Die Sanierung der Brücke in Varrel verzögert sich jedoch noch. © S. Wendt

Varrel – Die Brücke über die Große Aue im Bereich Renzel in der Gemeinde Varrel bleibt noch etwas länger als geplant gesperrt für Sanierungsarbeiten. Die laufen seit Mitte April und sollten eigentlich Mitte Juni abgeschlossen sein. Die Brücke im Verlauf des Hustedter Weges befindet sich (noch) im Eigentum des Landes Niedersachsen und die Bauaufsicht hat die Betriebsstelle Cloppenburg des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) inne.

Ralf Jaspers als zuständiger Geschäftsbereichsleiter erklärt die Verzögerung: „Nachdem ein unerwarteter Schaden auf der rückwärtigen Seite eines Widerlagers festgestellt wurde, verzögern sich derzeit die Arbeiten um etwa vier Wochen. Die Reparatur ist notwendig, um eine einwandfreie Funktionalität der Brücke auch über die nächsten Jahre – ohne eine weitere zeitnahe Baustelle – zu gewährleisten.“ Bezüglich der Reparatur des Schadens sei ein Fachplaner mit hinzugerufen worden, um eine möglichst wirtschaftliche und funktionelle Lösung in Zusammenarbeit mit der ausführenden Firma zu finden. Konkret: Es sei kurzfristig und nicht vorhersehbar ein Dichtungsband im Untergrund einzubauen.

Sind deshalb deutliche Mehrkosten zu erwarten? „Nein“, erklärt Jaspers. Wohl aber könne es Verzögerungen bei der Materiallieferung geben, momentan werde mit einer Lieferzeit von etwa zwei Wochen gerechnet. NLWKN und die ausführende Firma würden eine schnelle und fachgerechte Ausführung der Sanierungsmaßnahme anstreben, bekräftigt Jaspers.

Beeinträchtigen die Lieferschwierigkeiten generell die Bauarbeiten? Das sei nicht der Fall und auch Probleme mit Preissteigerungen seien bisher nicht aufgetreten, erklärt ein Sprecher des NLWKN auf Anfrage.

Ist die Sanierung abgeschlossen, wird die Fahrbahn 4,70 Meter breit sein, bei einer Spannweite von etwa 23 Metern über die Große Aue. Die maximale Brückenlast beträgt dann zwölf Tonnen.

Nach der Sanierung soll die Brücke den Eigentümer wechseln. „Mit der Gemeinde Varrel besteht die grundsätzliche Einigung für eine Eigentumsübernahme“, bestätigt der Sprecher des NLWKN. Der Arbeitsauftrag umfasse das Beseitigen von Schadstellen in der Betonoberfläche, es werde ein neues Aluminium-Füllstabgeländer installiert und ein neuer Fahrbahnbelag aus Beton aufgebracht.

Die Abschlussarbeiten umfassen die Anrampungen zu den Brückenplatten, die neu hergestellt werden. „So erhält die Brücke eine Lebenszeitverlängerung von einigen Jahrzehnten“, heißt es seitens der Fachleute beim NLWKN. Und die kündigen an: „In der Gemeinde Wagenfeld werden wir dieses Jahr noch die Brücke an der Diekstraße untersuchen und dann, voraussichtlich für 2023, ein Sanierungskonzept aufstellen.“

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