Dezentrale Standorte und zentrale Verwaltung

Samtgemeinde will Bauhof-Struktur neu organisieren

Fahrzeugübergabe mit (v.l.) Rainer Wiegmann, Dieter Peth (Bauamt der Samtgemeinde), Händler Heiner Stöver aus Bahrenborstel sowie die Ratsherren Andy Bredemeier und Detlef Nuttelmann.

Kirchdorf - Stetes Thema in Ratssitzungen auf Gemeinde- oder Samtgemeindeebene ist die Straßenunterhaltung. Ob Seitenräume aufbereiten, Löcher stopfen, Schotter aufbringen oder feine Risse flicken: Es gibt viele kleine und mittlere Einsätze, bevor eine grundlegende (und teure) Sanierung durchgeführt wird. Die einzelnen Einsätze behalten die „Straßenbeauftragten“ in den Kommunen im Auge. Nachgefragt wird dann der Einsatz des „Reparaturzuges“.

In der Samtgemeinde Kirchdorf gibt es keinen zentralen Bauhof, den die Kommunen dann anrufen können. Nun soll aus gewachsenen Strukturen ein koordiniertes Angebot entwickelt werden. Im Klartext: Gemeindarbeiter, die es bereits gibt, Bauhöfe, die bereits bestückt sind, sollen künftig nicht ausschließlich in einzelnen Mitgliedsgemeinden aktiv sein, sondern grenzübergreifend auch in den Nachbarkommunen, die ebenfalls zur Samtgemeinde gehören. Das spart unter anderem Geld.

Beispiel: Gerade erst überreicht an Gemeindearbeiter Rainer Wiegmann in Bahrenborstel wurde ein „Kommunalschlepper“. Der kostet bereits in der Grundausstattung einen fünfstelligen Betrag. Im Gemeinderat Bahrenborstel wurde überlegt, welche Zusatzausrüstung sinnvoll wäre. Alles in allem eine Ausgabe deutlich über 50.000 Euro, denn der Schlepper verfügt jetzt über einen Frontlader, ein Mähwerk sowie einen Sammelwagen mit Hochentleerung – eine große Arbeitserleichterung für Rainer Wiegmann.

Nicht jede Kommune muss jede Ausrüstung haben

Eine Ausgabe, die nun nicht auch die fünf weiteren Mitgliedsgemeinden in der Samtgemeinde tätigen müssen. Nach dem Motto: Nicht jede Kommune muss jede Ausrüstung zur Verfügung haben.

Aktuell finanzieren die Gemeinden Barenburg und Bahrenborstel eine ganze Stelle für einen Gemeindearbeiter, in Kirchdorf sind es zwei Mitarbeiter und eine Viertelstelle, in Varrel gibt es eine Dreiviertel- und eine Halbtagsstelle für Gemeindearbeiter.

Die Koordinierung aller Einsätze solle im Rathaus in Kirchdorf erfolgen, ebenso die Abrechnungsmodalitäten. „Das wird ein fortwährender Prozess“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher auf Anfrage. Diesen wolle man gemeinsam mit allen Kommunen entwickeln. Bereits in diesem Sommer seien die Mitarbeiter auch in anderen Kommunen als ihrer „Heimatgemeinde“ eingesetzt gewesen.

Flächenmäßig sei die Samtgemeinde so groß, da lohne kein zentraler Bauhof – die Mitarbeiter würden wertvolle Zeit mit Fahrten von A nach B verbringen. Daher sei diese „dezentrale Ebene“ mit Standorten in Mitgliedskommunen sinnvoller.

sis

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