Ortstermin in Kirchdorf

In Sachen Wasser an die Quelle

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Der Ausschuss unter Leitung von Geschäftsführer Andreas Geyer im Klärwerk Kirchdorf.

Kirchdorf - Eine neue Kläranlage zu bauen würde wohl eine siebenstellige Millionensumme erfordern, mindestens mit einer Zwei davor, sagt Abwassermeister Markus Peter. Doch, gemach, der Verbandsausschuss der Wasserversorgung Sulinger Land, am Mittwoch vor Ort im Wasserwerk und in der Kläranlage in Kirchdorf, muss das Portemonnaie nicht öffnen.

Also, zumindest nicht für solch eine Summe. Gleichwohl kostet die Kläranlage Kirchdorf ein wenig mehr in der Unterhaltung, als vor der „Havarie“. Das fachlich versierte Team des Wasserversorgers habe die havarierte Leitung in den Griff bekommen, das Alternativpumpwerk laufe gut. Bei der Durchmischung der Biologie durch das Rührwerk halte man die geforderten Werte voll ein. Sagt Markus Peter. Man möchte es ihm glauben, allein: Es müffelt auf dem Gelände des Klärwerks. „Das muss aber so sein“, erklärt er.

Die Kläranlage in Kirchdorf sei die zweitgrößte im Zuständigkeitsbereich der Wasserversorgung Sulinger Land, sagt Geschäftsführer Andreas Geyer zu den Mitgliedern des Verbandsausschusses. Die haben zunächst das Wasserwerk in Kirchdorf besichtigt, wo stellvertretender Geschäftsführer Klaus Puschmann sie über die Technik informierte. Aber auch über die Nitratwerte im durch den Wasserversorger geförderten Trinkwasser. 

Aktuell fördern in der Samtgemeinde Kirchdorf vier Brunnen: Die Brunnen 1 und 2, in räumlicher Nähe zum Wasserwerk Kirchdorf, fördern die geringere Menge, etwa 30 Prozent. Die deutlich größere Menge fördern die Brunnen 3 und 5. Die sind weiter südlich in Richtung der Landesstraße 349 gelegen. Die Werte werden einmal jährlich ermittelt. Der jüngste, Brunnen 5, fördert seit 2011 Wasser, in dem Nitrat kaum nachweisbar sei. 

Brunnen 3 liefere seit 2011 einen jährlichen Wert unter fünf Milligramm pro Liter, Brunnen 1 liege unter 20 Milligramm und Brunnen 2 um 30 Milligramm. Gut 491 Hektar Fläche rund um die Brunnen sind als Wasserschutzgebiet ausgewiesen.

Fortwährend in das Klärwerk investiert

Zurück zum Thema Abwasser, um das sich die Wasserversorger seit 2012 auch im Bereich der Samtgemeinde Kirchdorf kümmern. Laut Markus Peter habe die Samtgemeinde Kirchdorf im Laufe der Jahre fortwährend in das Klärwerk investiert, die Anlage erweitert und optimiert. Sie verfüge über Erweiterungsmöglichkeiten: Aktuell werden 3 500 Personeneinheiten inklusive der Gewerbeansiedlungen versorgt. Die Kapazitäten reichten jedoch aus für 5 000 Einheiten. Grundsätzlich sei das Klärwerk noch gut 20 bis 25 Jahre voll funktionsfähig.

Die Qualität des Wassers testen, das in den Vorfluter eingeleitet wird, das mochte indes keines der Mitglieder des Verbandsausschusses.

Gebaut werde derzeit das Fundament, um einen Drehschwenkkran neben dem Klärbecken zu installieren. Damit können schwere Teile gehoben werden, etwa zu Wartungszwecken.

Ein Blick in die Technikräume, dann reist die Delegation wieder ab. Es soll nicht der letzte Ortstermin gewesen sein in den Einrichtungen des Wasserversorgers.

Die Lokalpolitiker aus den vier Kommunen (Stadt Sulingen sowie die Samtgemeinden Schwaförden, Siedenburg und Kirchdorf) wollen als Grundlage für ihre Entscheidungen möglichst Informationen in den Einrichtungen vor Ort sammeln.

sis

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