RROP: Samtgemeinde für zwei Grundzentren

„Haben genügend Schutzgebiete“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Kirchdorf - Das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises Diepholz – es hat dazu bereits intensive Gespräche gegeben. Die Kommunen sind gefordert, ihre Stellungnahmen abzugeben. Und die Samtgemeinde Kirchdorf hat ihre jetzt klar und deutlich formuliert. Tenor: Stellungnahme abgeben ja, aber das Heft zur Gestaltung des unmittelbaren Lebensumfeldes aus der Hand geben? Nein. Wenn landesweit der noch vorhandene Freiraum unter den Aspekten Natur und Landschaft gestaltet werden soll, dann heißt es dazu aus dem Rathaus in Kirchdorf: 54 Prozent der Flächen in der Samtgemeinde sind bereits jetzt durch Schutzflächen überplant. Die Nutzung der Grundstücke sei zumindest beeinträchtigt und eine weitere Einschränkung nicht zu vertreten. Weitere Bereiche mit Vorrang- oder Vorsorgegebietscharakter in den Landschaftsrahmenplan des Landkreises aufzunehmen würde die Nutzungsmöglichkeiten weiter einschränken.

Zwar würde die Aufnahme weiterer Gebiete in das RROP keine unmittelbaren Auswirkungen haben, man möchte allerdings vermeiden, dass einmal als Vorranggebiete ausgewiesene Bereiche nicht mehr aus dieser Art der Planung herausgenommen werden können.

Bezüglich der Kennzeichnung der Siedlungs- und Versorgungsstruktur in der Samtgemeinde, insbesondere zur Entwicklung der Daseinsvorsorge und zentraler Orte, will sich die Samtgemeinde nicht nur auf einen zentralen Ort festlegen. Im Integrierten Entwicklungskonzept der Samtgemeinde sei vorgesehen, den Gemeinden Kirchdorf und Varrel gleichermaßen Entwicklungsaufgaben zuzuordnen und beide als Grundzentren einzurichten. Daran soll festgehalten werden, man weist auf die „Verflechtunsgbereiche“ der beiden Grundzentren hin. Deutlich macht die Verwaltung ihre Planungen am Beispiel Einzelhandel: Kirchdorf könne der großflächige Einzelhandel (über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche) zugeordnet werden, Varrel der Bereich unterhalb dieser Grenze.

Im Hinblick auf die Ausweisung von Vorranggebieten für „Windenergiegewinnung“ macht die Verwaltung den Landkreis darauf aufmerksam, dass für den Bereich Buchhorst Abstandsregelungen von 800 Metern eingeplant wurden, Buchhorst aber als Außenbereich gilt – und damit seien Abstände von nur 500 Metern möglich.

Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung unter Vorsitzendem Matthias Stelloh empfahl dem Samtgemeinderat in seiner Sitzung vom 29. September einstimmig, die von der Verwaltung ausgearbeitete Stellungnahme zu beschließen.

sis

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