Rekord-Etat für Jugend- und Sozialhaushalt 2016 der Samtgemeinde Kirchdorf

1,3 Millionen Euro für die Kinderbetreuung

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Mediengruppe Kreiszeitung

Kirchdorf - Rekord-Etat: Der Ausschuss für Jugend und Soziales der Samtgemeinde Kirchdorf empfahl in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend den Haushaltsplanentwurf für seinen Bereich, einstimmig. Einen Rekord-Etat nannten das Zahlenwerk sowohl Ausschussvorsitzender Holger Könemann als auch Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher, der die Aufstellung in den wesentlichen Eckdaten erläuterte.

Der Jugend- und Sozialhaushalt der Samtgemeinde erhält neue Posten: 48000 Euro an Zuwendungen vom Landkreis Diepholz, eine finanzielle Unterstützung für die allgemeinen Verwaltungs- und Personalkosten, die entstehen, um die Unterbringung von Flüchtlingen/Asylbewerbern zu verwalten. 10200 Euro sind eingestellt für die Betreuer und Asylbegleiter, um deren Auslagen begleichen zu können. Für „Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen“ für aufgenommene Flüchtlinge erhält die Samtgemeinde Kirchdorf vom Landkreis und dem Land insgesamt 601500 Euro, Erstattungen für die Anmietung von Häusern und Wohnungen. Heinrich Kammacher dankte den Bürgern der Samtgemeinde, die gerne auf freien Wohnraum hinweisen beziehungsweise ihn zur Verfügung stellen und betonte: „Wir zahlen ortsübliche Mieten.“ Statt in einer Massenunterkunft wolle man Flüchtlinge weiterhin dezentral unterbringen. Bis zum Jahresende erwarte man einen Anstieg auf 104 Personen, aktuell wohnen 78 Asylsuchende in der Samtgemeinde. Gesucht werden noch Asylbegleiter und Betreuer für Flüchtlinge in Varrel und Wehrbleck, Interessierte werden gebeten, sich bei Sandra Meißner im Rathaus zu melden. Einen ausdrücklichen Dank richtete das Gremium geschlossen an alle Helfer, die sich schon jetzt engagieren, zumeist ehrenamtlich.

Den Löwenanteil des Haushalts allerdings verschlingt die Kinderbetreuung. Für das Jahr 2016 summieren sich die Beträge, die die Kommune schultert, auf insgesamt 1,3 Millionen Euro. „Das ist eine Rekordsumme, die wir als familienfreundliche Samtgemeinde zahlen, um Eltern ein Angebot zu unterbreiten, mit dem sie Familie und Beruf vereinbaren können“, kommentierte Heinrich Kammacher den Betrag. Umgerechnet seien das aktuell 6500 Euro jährlich, pro Kind. Nicht nur sei der Rechtsanspruch der Familien durch die verschiedenen Angebote in den Kindertagesstätten Barenburg, Scharringhausen und Wehrbleck gesichert, die Eltern hätten auch Wahlfreiheit – bei sehr hoher Qualität der Betreuung.

Damit allerdings sei „das Ende der Fahnenstange“ erreicht, kündigte Kammacher an. Mehr könne die Samtgemeinde Kirchdorf nicht schultern, ohne die Kita-Gebühren zu erhöhen.

sis

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