Pfefferspray im Zelt trübt Kirchdorfer Schützenfest

Ralf „Der Zuverlässige“ Windhorn besteigt den Thron

Schützenpräsident Gerd Harzmeier mit den Majestätenpaaren Milena Struck und Jugendkönig Jan Vitus Sprick, Karin und Ralf „Der Zuverlässige“ Windhorn, Kinderkönigin Daria Kastens, Kinderkönig Ben-Henrik Sprick sowie die für ihr ehrenamtliches Engagement Geehrten Karsten Windhorn und Henrik Albers (von links). - Foto: Behling

Kirchdorf - Die Thronfolge in Kirchdorf wird am ersten Schützenfesttag geregelt – und das klappte am Sonnabend bestens, alle Titel fanden würdige neue Träger. Unter acht Anwärtern setzte sich bei den Erwachsenen Ralf Windhorn durch, den Präsident Gerd Harzmeier als „Der Zuverlässige“ proklamierte und dem Königin Karin Windhorn zur Seite steht.

Zum Gefolge des Zuverlässigen zählen Fahnenträger Rolf Stubbemann und die Begleiter Heino Logemann und Sven Wolter. Neuer Jugendkönig im Kirchdorfer Schützenreich wurde Jan Vitus Sprick, der Milena Struck als seine Begleiterin wählte. Den Titel der Kinderkönigin sicherte sich Daria Kastens, bei den Jungs schoss Ben-Hinrik Sprick am besten und wurde Kinderkönig. 20 Kinder und Jugenliche schossen um den Jugend-Wanderpokal, den nun für ein Jahr Bjarne Lohmeier behalten darf.

Die Umzüge der Schützen begleiteten an beiden die Musiker des Spielmannszuges Kirchdorf – das hat Tradition, eher ungewöhnlich war, das Präsident Gerd Harzmeier auf einem Drahtesel vorweg fuhr. „Nachbarn hatten am Freitag nach dem Grünholen mein Fahrrad in Verwahrung genommen, aus Sicherheitsgründen“, berichtete Harzmeier schmunzelnd. „Ich musste es am Samstag auslösen – mit einem Fass Bier, hatte ich mir gedacht, aber ihnen war es lieber, dass der Präsident sich zum Kasper macht...“ Nachmittags spielte im Festzelt der „Dicke Backen Express“ mit stimmungsvoller Blasmusik auf, beim abendlichen Festball heizten DJ Lars Lickett und „Up to the music“ ein. 500 Gäste fanden sich ein, um mit den Schützen zu feiern, schätzt Gerd Harmeier. Unter ihnen leider auch ein ziemlich dämlicher Zeitgenosse, der es lustig fand, große Mengen Pfefferspray im Festzelt freizusetzen. „Die Besucher verließen es fluchtartig, später kehrte etwa die Hälfte zurück – und dann kam eine zweite Reizgas-Attacke“, ärgert sich Harzmeier.

Am Sonntag bei der Audienz bei Majestät Ralf „der Zuverlässige“ Windhorn im Wiesengrund zeigten sich die Schützen allerdings schon wieder bester Laune. Sie passten für den Umzug zielsicher Lücken in Regen, Wind und sogar Hagel ab, und beim Königspaar stand eine festlich geschmückte Scheune mit Tischen, Bänken und Theke zur für den Umtrunk zur Verfügung. Harzmeier bedankt sich in seiner launigen Rede bei allen, die zum Gelingen des Festes beitragen. Und ließ von Spieß und Kommandeur „Vergehen“ ahnden, was zu dem einen oder anderen Obolus für das Portemonnaie der Schützendamen führte.

Der Präsident nutzte die Gelegenheit, zwei verdiente Mitglieder des Schützenvereins Kirchdorf auszuzeichnen: Karsten Windhorn hatte über 15 Jahre als Schießwart fungiert, bekam eine Ehrengabe als Dankeschön für sein Engagement. Ebenso Henrik Albers, der sich sechs Jahre lang als Vizepräsident engagiert hatte.

Zurück auf dem Festplatz schlossen sich am Nachmittag die Dreibund-Partner, die Schützenvereine Barenburg und Scharringhausen, den Kirchdorfer Schützen an, um ihnen kräftig beim Feiern zu helfen. Erneut sorgten „Up to the music“ und DJ Lars Licket für Musik. Ausgeschossen wurde der neue Pfingstpokal für Mannschaften, den Gerd Harzmeier stiftete.

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