Offizielle Freigabe der Kreisstraße 20 zwischen Varrel und Scharringhausen

Radwegebau mit Tauchereinsatz

Die Brücke hält: Elmar Könemann als Vorsitzender des Ausschusses für Kreisentwicklung und Umwelt (Vierter von rechts), Landrat Cord Bockhop (rechts), Kreistagsabgeordnete und Bürgermeister bei der offiziellen Freigabe der Kreisstraße 20 am Donnerstagnachmittag. Foto: S. wendt

Varrel – „Dies ist der einzige Radweg, bei dessen Bau wir Taucher einsetzen mussten“, sagt Landrat Cord Bockhop und muss schmunzeln. Am Donnerstagnachmittag erfolgte die offizielle Freigabe des neuen Radweges an der Kreisstraße 20 – und des Brückenneubaus.

Das Vorhaben im Detail vorgestellt hatten die Mitarbeiter des Landkreises, der Straßenbauverwaltung und der Baufirmen, hatten das Abtragen der alten Brücke ausführlich erklärt – und waren dann umso überraschter, als „aufgrund einer Fahrlässigkeit“ die alte Brücke in die Große Aue fiel (wir berichteten). „Damit keine Baustoffe im Gewässer verbleiben, kamen zur Kontrolle eben jene Taucher zum Einsatz“, erklärt Bernd Fredrich, Teamleiter beim Fachdienst Umwelt und Straße. Der Fall hatte seinerzeit für eine große Aufmerksamkeitswelle gesorgt und einen wahren Besucherstrom zur Baustelle gespült.

Tatsächlich soll sogar beim Bau der alten Brücke in den 1950er Jahren bereits ein Brückenteil beim Bau in die Große Aue gefallen sein, ähnlich dem Missgeschick beim Abbruch.

Die Kreisstraße 20 zwischen Varrel und Scharringhausen war vom 26. September 2018 bis zum 11. Oktober 2019 für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt. Die Bauarbeiten blieben trotz allem im Zeitrahmen, die Firmen Oehm aus Meppen haben die Brücke sogar noch früher fertigstellen können, als die Firma Koldewei aus Schwaförden den Radweg.

Die Kosten der Brücke liegen bei 1 247 000 Euro, die des Radweges bei 1 647 800 Euro, Fördermittel aus dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz in Höhe von 1 736 900 Euro schonten das Säckel des Landkreises Diepholz. Bockhop erinnerte daran, dass der Bau von Radwegen im Landkreis nicht erst seit Neuestem durchgeführt werde, sondern von Politik und Verwaltung seit Langem bereits „Stück für Stück“ von einer gemeinsam erstellten Prioritätenliste abgearbeitet werde.

Brücke bietet zwei Fahrzeugen Platz

Dieser 4,215 Kilometer lange neue Radweg bedeute einen Lückenschluss in der Samtgemeinde Kirchdorf betonte deren Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher. Mit dem Brückenneubau einher ging eine Entschärfung einer gefährlichen Stelle: Da die alte Querung nicht für zwei Fahrzeuge gleichzeitig konzipiert war (sie war nur fünf Meter breit), habe es immer wieder schwere Unfälle, auch mit Todesfällen, gegeben, erinnerte Kammacher. Nun sei die Fahrbahn der Brücke allein 6,50 Meter breit, zusammen mit dem Radweg und dem beidseitigen Schutzstreifen misst sie sogar 12,80 Meter. „Es fährt sich gut darauf“, bestätigte Varrels Bürgermeister Heinrich Hustedt.

Die Zahl der E-Bike-Fahrer aus der Region nehme zu, dazu kämen Radtouristen, die Kreisstraße 20 verbinde die beiden Schulstandorte Varrel und Kirchdorf – Kennzeichen für die hohe Bedeutung der Trasse.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Heide Park Soltau nach Corona-Zwangspause wieder geöffnet

Heide Park Soltau nach Corona-Zwangspause wieder geöffnet

Biathlon: Der Kader der deutschen Herren für die Saison 2020/21

Biathlon: Der Kader der deutschen Herren für die Saison 2020/21

Fotos: Feuer bei Taxi-Firma - Mehrere Autos brennen

Fotos: Feuer bei Taxi-Firma - Mehrere Autos brennen

Den richtigen Sessel finden

Den richtigen Sessel finden

Meistgelesene Artikel

Motorradunfälle in Okel: Zwei Männer schwer verletzt

Motorradunfälle in Okel: Zwei Männer schwer verletzt

Tödlicher Zusammenstoß mit Motorrad: Radfahrerin stirbt auf der B61 bei Sulingen

Tödlicher Zusammenstoß mit Motorrad: Radfahrerin stirbt auf der B61 bei Sulingen

Brände im Moor und Wald: Diepholzer Feuerwehren mit Quads im Einsatz

Brände im Moor und Wald: Diepholzer Feuerwehren mit Quads im Einsatz

Agnes Steckel über ihre Flucht 1944

Agnes Steckel über ihre Flucht 1944

Kommentare